Schmiergeld-Prozess

USA verhängen Milliarden-Strafe gegen Odebrecht

18.04.2017 Die USA haben den brasilianischen Mischkonzern Odebrecht, der unter anderem auch in der Chemie- sowie Öl- und Gas-Industrie tätig ist, zu einer Strafzahlung in Höhe von rund 2,6 Mrd. US-Dollar verurteilt. Der Vorwurf: Schmiergeld-Zahlungen.

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Odebrecht soll die eigene Auftragslage durch Schmiergeld-Zahlungen aufgebessert haben. (Bild: ElenaR – Fotolia)

Um lukrative Aufträge zu erhalten, soll Odebrecht Entscheidungsträgern in zwölf verschiedenen Ländern insgesamt 788 Mio. US-Dollar gezahlt haben, das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Prominentestes Ziel der Ermittlungen sind dabei der Ex-Präsidenten Brasiliens, Luiz Inacio Lula da Silva und Dilma Rousseff, sie sollen Odebrecht Aufträge des staatlichen Ölkonzerns Petrobas gegen die Zahlung von Bestechungsgeldern vergeben haben.

Weiterhin ermittelt die Staatsanwaltschaft derzeit, ob auch beim Bau der Fußballstadien für die Weltmeisterschaft des Jahres 2014 Gelder flossen – Odebrecht soll mindestens vier der insgesamt zwölf Stadien gebaut haben.

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