VCI diskutiert über IHS-Studie

14.10.2013 Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) fordert eine neue Weichenstellung in der Energiepolitik, damit Deutschland seine Wettbewerbsfähigkeit in der Industrie weiter halten kann. VCI-Präsident Karl-Ludwig Kley präsentierte dazu in Berlin eine aktuelle Studie des US-Informationsunternehmens IHS.

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VCI diskutiert über IHS-Studie

Pressekonferenz des VCI zur IHS-Studie (Bild: VCI)

Die Studie behandelt mögliche Folgen der deutschen Energiekosten für die Gesamtwirtschaft und Industrie. Sie will belegen, dass eine Energiewende auch ohne hohe Kosten möglich ist, solange die politischen Weichen richtig gestellt sind.

Die Ersteller der Studie gehen davon aus, dass Deutschland bis 2030 massiv an Wirtschaftskraft einbüßen und der Arbeitsmarkt abnehmen wird, sollte der Ausbau erneuerbarer Energien weiterhin ungebremst voranschreiten, die Strompreise weiter steigen und Entlastungsregeln für Energieintensive Betriebe weiter abgeschmolzen werden.

Kley stellt an die kommende Bundesregierung fünf Forderungen bezüglich der Energiepolitik: eine grundlegende Reform des EEG, das Aussetzen der Förderung für Neuanlagen erneuerbarer Energien als sofortige Übergangsmaßnahme bis zur Realisierung der Reform, ein funktionierendes Projekt-Management zur Koordinierung der Energiewende sowie mehr Offenheit für Technologien wie die Förderung von heimischem Schiefergas. „Ich bin gegen Denkverbote. In einigen Jahrzehnten könnten wir Deutsche sehr dankbar sein, über eigene Gasvorkommen zu verfügen“, sagte der VCI-Präsident während der Präsentation. Weiterhin müsse die Energiewende auf ganz Europa ausgelegt werden, „um Klimaschutz und eine bezahlbare Energiewende sinnvoll zu kombinieren.“

Den ersten Teil der Studie sowie die Pressemitteilung und weitere Infos finden Sie hier.

(su)

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