Markt

VCI fordert zügige Verabschiedung von Ceta

06.07.2016 Der Verband der Chemischen Industrie (VCI) begrüßt die Vorlage des europäisch-kanadischen Handelsabkommens Ceta durch die Europäische Kommission und fordert den Bundestag auf, sich klar zum Handelsabkommen mit Kanada zu bekennen.

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VCI-Hauptgeschäftsführer Tillmann erwartet von Ceta positive Effekte auf die europäische Wirtschaft. (Bild: vege – Fotolia)

VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann erklärt: „Das Europäische Parlament und der Rat der EU sollten Ceta jetzt zügig verabschieden. Damit kann die EU der Welt gerade in der derzeitigen Situation nach dem Brexit-Votum zeigen, dass sie ein verlässlicher und handlungsfähiger Handelspartner ist.“ Die Debatte über die Ratifizierung von Ceta kommentiert Utz Tillmann mit den Worten: „Europa hat mit dem Vertrag von Lissabon die Außenwirtschaftskompetenzen der EU erweitert. Die demokratische Kontrolle von Handelsverträgen wurde dem Europäischen Parlament übertragen. Die nationalen Parlamente sind im zweiten Schritt zuständig.“

Der VCI ruft den Bundestag jetzt dazu auf, sich klar zu Ceta zu bekennen und das Abkommen zügig zu ratifizieren. Tillmann: „Als Exportnation sind wir auf moderne Handelsabkommen angewiesen. Ceta würde den deutschen Chemieunternehmen deutliche Vorteile wie zum Beispiel einen erleichterten Marktzugang, einen kompletten Abbau der Industriezölle, Zugang zum öffentlichen kanadischen Vergabemarkt sowie einen modernen Investitionsschutz, bringen.“ Der VCI-Hauptgeschäftsführer ist sich sicher: „Ebenso wie das Freihandelsabkommen mit Korea, das in fünf Jahren die Exporte der EU über 50 Prozent ansteigen ließ, würde die europäische Industrie auch von Ceta profitieren und an Wettbewerbsfähigkeit gewinnen.“

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