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VCI: Forschungsetat der deutschen Chemie erreicht Höchstmarke

25.08.2008

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Mit den bisher höchsten Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) rechnet die deutsche chemische Industrie für 2008: Wie der Verband der Chemischen Industrie (VCI) mitteilt, wird die Branche in diesem Jahr etwa 9,68 Mrd. Euro hierfür aufwenden. Damit rückt die 10-Mrd.-Euro-Schwelle in greifbare Nähe.

Die gute Konjunktur der chemischen Industrie der letzten Jahre macht sich in hohen Forschungsaufwendungen bemerkbar. Seit 1995 haben sich die Ausgaben für Forschung und Entwicklung um durchschnittlich knapp 5 % jährlich erhöht. Auch im internationalen Vergleich schneidet Deutschlands Chemieindustrie gut ab: In kaum einem anderen Land investiert die Chemie vergleichbar hohe Summen in die unternehmensinterne Forschung. Nach den USA und Japan belegt Deutschland den dritten Platz.

Die positive Entwicklung wirkte sich auch auf die Beschäftigung aus. Die Zahl der Forscher ist erstmals seit Jahren wieder deutlich gestiegen. Arbeiteten 2005 noch etwa 39800 Beschäftigte in den Laboren, waren es ein Jahr später 41400. Damit befand sich etwa jeder zehnte Chemiearbeitsplatz in einer Forschungs- und Entwicklungsabteilung. Fast jede zweite Stelle, die in FuE in deutschen Unternehmen geschaffen wurde, entstand zuletzt in einem deutschen Chemieunternehmen.

Über ihre „Schulpartnerschaft Chemie“ hat die deutsche chemische Industrie seit 2001 rund 13,6 Mio. Euro in den Schulunterricht investiert – beispielsweise für Informationsmaterialien, Partnerschaften zwischen Schulen und Universitäten sowie Stipendien für Lehramtsstudenten. Mit dieser Initiative will die Branche vor allem den experimentellen Chemieunterricht fördern und so Begeisterung bei den Schülern für diese Naturwissenschaft wecken.

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