VCI: USA wird wichtigster Exportmarkt für die deutsche Chemie

06.10.2015 Die USA haben die Niederlande als wichtigsten Exportmarkt der deutschen Chemie abgelöst. Knapp zehn Prozent aller Ausfuhren von chemisch-pharmazeutischen Erzeugnissen gingen nach Daten des Chemieverbands VCI im vergangenen Jahr in die Vereinigten Staaten - ein Volumen von rund 16,5 Milliarden Euro.

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Auf die Niederlande entfielen im Vorjahr 14,8 Milliarden Euro. Insgesamt erwirt-schaftet Deutschlands drittgrößte Branche 60 Prozent ihres Umsatzes von gut 190 Milliarden Euro mit dem Auslandsgeschäft.

„Die Bedeutung der USA als Exportmarkt für unsere Produkte war schon immer hoch, hat aber in den letzten Jahren durch das Erstarken seiner Industrie für uns nochmals zugelegt. Und wir gehen davon aus, dass das geplante Freihandelsabkommen TTIP zwischen der EU und den USA einen zusätzlichen Schub auslösen würde“, sagte Utz Tillmann, Hauptgeschäftsführer des VCI.

Als Produktionsstandort im Ausland spielen die USA schon seit einigen Jahren die Hauptrolle in der globalen Strategie der deutschen Chemie: Die 130 Tochterunternehmen in den USA, in denen 70.000 Menschen arbeiten, erwirtschafteten zuletzt einen Umsatz von 52 Milliarden Euro (2013). An zweiter Stelle der Auslandsstandorte folgte China mit gut 16 Milliarden Euro. Selbst die gesamte Region Asien (China, Japan, Indien, Korea, Indonesien und Vietnam) erzielte im Vergleich dazu nur drei Viertel (38,6 Mrd.) des US-Umsatzes.
Wie stark die Verflechtung der deutschen Chemieunternehmen mit den USA in-zwischen gediehen ist, zeigt auch ein Blick auf das Volumen der Importe: Mit Ein-fuhren im Wert von 11 Milliarden Euro stehen die USA als wichtigster außereuro-päischer Handelspartner an Position vier der Länderliste nach den Niederlanden, Belgien und der Schweiz.

(as)

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