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VDMA: Deutsche Wasser- und Abwassertechnik weiter auf Wachstumskurs

07.11.2008

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Die deutschen Exporteure von Komponenten und Systemen zur Wasseraufbereitung, Abwasser- und Schlammbehandlung konnten ihre Ausfuhren von Januar bis Juli 2008 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf rund 370 Mio. Euro steigern.

Weltweit stärkste Exportmärkte waren nach den Erhebungen der VDMA-Fachabteilung Wasser- und Abwassertechnik Russland mit 33,2 Mio. und China mit 27,9 Mio. Euro. In die EU-27 Staaten stieg der Export um mehr als 32 Prozent auf 159 Mio. Euro. Stärkste Märkte in dieser Region waren Großbritannien mit 19,8 Mio. und Frankreich mit 19,4 Mio. Euro.

2007 erzielten die Hersteller und Lieferanten von Komponenten und Systemen zur Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung einen Geräteumsatz von 1,2 Mrd. Euro und behaupteten im Exportgeschäft ihre Position im Spitzenfeld der internationalen Anbieter. Deutschland belegte mit 560 Mio. Euro bzw. einem Anteil von 17,3 Prozent den zweiten Platz hinter den USA mit 690 Mio. Euro bzw. 21,3 Prozent und vor Italien mit 241 Mio. Euro bzw. 7,5 Prozent.

Die Geschäftserwartung für das laufende Jahr wird aufgrund des sich gut entwickelnden Auslandgeschäfts und Anfragen nach speziellen Anlagen zur Prozesswasserbehandlung und Kreislaufführung von Wasser in der Industrie positiv eingeschätzt. Anlagen und Komponenten zur industriellen Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung machen derzeit rund 50 Prozent des Auftragseingangs aus.

Entsprechend einer aktuellen Umfrage des VDMA-Fachverbands Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate kommen die Aufträge für Wasseraufbereitungs-, Abwasser- und Schlammbehandlungsanlagen schwerpunktmäßig aus den Bereichen der öffentlichen und privaten Ver- und Entsorger (32,64 Prozent), der Nahrungs- und Genussmittel-, einschließlich Getränkeindustrie (13,22 Prozent) sowie der chemischen, petrochemischen und pharmazeutischen Industrie (10,67 Prozent).

Bei 46 Prozent der befragten Unternehmen stiegen die Kundenanfragen im ersten Halbjahr 2008. Für das zweite Halbjahr erwarten mehr als 50 Prozent einen Anstieg der Auftragseingänge. Die Kapazitäten sind durchschnittlich zu 90 Prozent ausgelastet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg der Umsatz bei 69 Prozent der Unternehmen, 54 Prozent verbesserten ihr Geschäftsergebnis. Rund 65 Prozent erwarten im zweiten Halbjahr eine Umsatzsteigerung.

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