Mehr Aufträge im Maschinenbau

VDMA erhöht Produktionsprognose

24.04.2018 Der Auftragslage im Maschinenbau entwickelt sich 2018 bisher positiv. Zum Auftakt der Hannover Messe hat der VDMA daher seine Produktionsprognose für das Jahr von plus 3 auf 5 Prozent erhöht.

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Der deutsche Maschinenbau blickt angesichts einer guten Auftragslage optimistisch in die Zukunft. (Bild: hramovnick – Fotolia)

Entscheidend dafür sind vor allem die Ausfuhren: Der deutsche Maschinenbau exportiert mehr als drei Viertel aller produzierten Güter. Der größte Einzelmarkt, die USA, wird sich nach Ansicht des Verbandes weiterhin expansiv entwickeln. Die amerikanische Unternehmenssteuer-Reform mit ihren deutlich verbesserten Abschreibungsbedingungen könnte neue Investitionen ankurbeln. Und viele der benötigten Maschinen müssen die USA importieren.

Für China rechnet der Maschinenbau-Verband dagegen mit einem Tempoverlust der Exporte, auch weil 2017 ein besonders hohes Ausfuhrwachstum gebracht hatte. Die Lieferungen in die EU-Partnerländer werden nach Ansicht der VDMA-Volkswirte dagegen weiter zulegen – mit einer Ausnahme: Großbritannien. Bereits 2017 waren die Exporte dorthin um 3 % gesunken – für das laufende Jahr sei angesichts des nahenden „Brexit“ auch ein Minus in zweistelliger Größenordnung nicht auszuschließen.

Forderung an die Politik: Freier Handel

Mit Sorge blickt der VDMA auch auf den drohenden internationalen Handelskonflikt zwischen den USA, Europa und China: Dieser stelle „ein nicht zu unterschätzendes Risiko für unsere Produktionsprognose“ dar. Die deutsche und europäische Politik fordert der Verband daher dazu auf, den freien Welthandel zu verteidigen und einen neuen Anlauf für ein schlankeres Freihandelsabkommen mit den USA zu nehmen. Außerdem verlangt der VDMA konkrete Hilfe für den Mittelstand in der Exportfinanzierung, vor allem für Kredite unter 5 Mio. Euro.

Weitere Themen der VDMA-Wirtschaftspressekonferenz zum Auftakt der Hannover Messe waren die Digitalisierung, künstliche Intelligenz sowie die digitale Fabrik. Die ausführliche Pressemitteilung finden Sie auf der Website des Verbandes.

(jg)

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