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VDMA fordert Versachlichung der Energiewende-Debatte

13.10.2016 Die Kostendebatte um die Energiewende kocht jährlich anlässlich der Festlegung der EEG-Umlage hoch. Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau plädiert daher dringend für mehr Sachlichkeit.

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Das Thema EEG ist derzeit ein häufig recht emotional debattiertes Thema. Der VDMA fordert daher eine Versachlichung der Diskussion. (Bild: photlook – Fotolia)

Die Höhe der Erneuerbare-Energie-Umlage sorgt derzeit wieder für teils heftige Debatten – dabei wäre gerade bei diesem Thema mehr Sachlichkeit geboten. „Unsere Gesellschaft investiert aktuell erhebliche Summen in die Energiewende. Diese Investitionen bergen Chancen: die Versorgung mit klimaschonender Energie, eine zukunftsfähige Infrastruktur und nachhaltige Exportmöglichkeiten“, erklärt Matthias Zelinger, energiepolitischer Sprecher des VDMA. Dabei gelte aber: „Der Umbau des Energiesystems muss so effizient wie möglich geschehen, denn solche Investitionen haben kurzfristig Auswirkungen auf die Kostenstruktur der Industrie.“ Zudem seien die Ziele des Pariser Klimaabkommens nur zu erreichen, wenn die Energiewende ein globales Projekt wird und auch von den größten Industrienationen entschieden vorangetrieben wird. Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland konnte die Kosten für Erneuerbare-Energien-Anlagen bereits senken und mit seinen Produkten die Energieeffizienz der Verbraucher steigern. Der VDMA sei zudem einer der ersten Industrieverbände, der für einen wettbewerblichen Ausbau der erneuerbaren Energien im Ausschreibungsverfahren eingetreten sei. „Effizienz ist heute das große Entwicklungsziel bei energieverbrauchenden Anlagen wie Prozessöfen oder Druckluftsystemen. Anlagen zur Kraft-Wärme-Kopplung kombinieren heute Effizienz und Flexibilität“, erläutert Zelinger.

Im internationalen Vergleich der Energiekosten sei zu beachten, welche sonstigen Belastungen im jeweiligen Strompreis enthalten sind. Jene Länder mit veralteten Kraftwerksparks müssten sehr bald kräftig investieren. „Die entsprechenden Technologien für Energieeffizienz, Wind- und Sonnenenergie sowie für Netze werden mittlerweile in vielen Ländern als strategisch wichtig angesehen“, resümiert der energiepolitische Sprecher des VDMA. Das Pariser Klimaschutzabkommen sei das sichtbarste Zeichen, dass sich etwas bewegt in der Welt. China und die USA bauen erneuerbare Energien ambitionierter aus als Europa. „Sogar Hillary Clintion wirbt damit, die USA zur sauberen Energie-Supermacht machen zu wollen“, gibt Zelinger zu bedenken.

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