Industrie 4.0

VDMA mahnt flächendeckend schnelles Internet an

21.11.2016 Unmittelbar vor Beginn des in dieser Woche in Saarbrücken stattfindenden Nationalen IT-Gipfels fordert der VDMA einen zügigen Ausbau des Breitbandnetzes – vor allem in ländlichen Raum.

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VDMA mahnt flächendeckend schnelles Internet an

Damit die Industrie 4.0 Realität werden kann, brauchen Unternehmen ein schnelles Internet. (Bild: Victoria – Fotolia)

„Der Maschinenbau macht als Rückgrat der Industrie die Digitalisierung der Produktion erst möglich. Dazu sind aber unsere Unternehmen auf eine flächendeckende Versorgung mit einem schnellen Internet angewiesen“, erklärt der stellvertretende VDMA-Hauptgeschäftsführer Hartmut Rauen. Industrie 4.0 ist in den Unternehmen des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus bereits angekommen: Als Ausstatter anderer Industrien müssen sich die Maschinenbauer aber noch stärker mit anderen Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette vernetzten. Der stellvertretende VDMA-Hauptgeschäftsführer kommentiert: „Nur wenn wir mit schnellem Internet flächendeckend versorgt sind, können wir als führender Anbieter digitaler Lösungen auch am Weltmarkt erfolgreich sein.“ Aber insbesondere im ländlichen Raum, wo der industrielle Mittelstand stark verwurzelt ist, gäbe es nach wie vor zahlreiche weiße Flecken. Um einer Isolierung kleinerer Kommunen vorzubeugen, müssten Fördergebiete so zugeschnitten werden, dass eine wirtschaftlich effiziente Infrastruktur entsteht.

Der diesjährige Nationale IT-Gipfel findet am 16. Und 17. November in Saarbrücken unter dem Motto „Lernen und Handeln in der digitalen Welt“ statt. „Wir unterstützten die Absicht, Bildung zum Schwerpunkt des diesjährigen Gipfels zu machen“, sagt Rauen. Im Zeitalter von Industrie 4.0 komme der Qualifizierung der Beschäftigten eine noch größere Bedeutung zu. Er weist in diesem Zusammenhang auf die Studie „Industrie 4.0 – Qualifizierung 2025“, welche die Universität Hohenheim in Auftrag des VDMA erstellt hat. Danach sind zwar die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Maschinen- und Anlagenbau hervorragend qualifiziert, sie müssen aber kontinuierlich weiterqualifiziert werden, um für Industrie 4.0 gerüstet zu sein. Bestehende Berufsbilder, beispielsweise der Mechatroniker oder der Industriemechaniker, sollten für die Ausbildung inhaltlich an die Erfordernisse der Digitalisierung angepasst werden. Neue Berufe sind nach Ansicht Rauens aktuell nicht gefragt. Mit dem Produktionstechnologen existiere bereits heute ein geeigneter Industrie-4.0-Beruf.

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