VDMA: Maschinenausfuhr rückläufig

27.08.2013 Im ersten Halbjahr 2013 exportierten die deutschen Maschinen- und Anlagenbauer Waren im Wert von 73,5 Mrd. Euro, 3,2 % weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, so der VDMA. „Nahezu alle wichtigen Absatzregionen beziehungsweise Absatzmärkte entwickelten sich rückläufig“, erklärt Dr. Ralph Wiechers, Chefvolkswirt des VDMA.

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VDMA: Maschinenausfuhr rückläufig

Die Ausfuhr von Maschinen ist leicht rückläufig (Grafik: VDMA)

Die Maschinenimporte betrugen im gleichen Beobachtungszeitraum 27,5 Mrd. Euro und verfehlten das Vorjahresergebnis um 7,8 %. Der Außenhandels-Bilanzsaldo der Maschinenbauer betrug damit im ersten Halbjahr + 46 Mrd. Euro.

Zu den Absatzregionen im Einzelnen:
• Die Exporte Europa verfehlten das Vorjahresniveau um 3,3 %. Die Lieferungen in die EU-28 gingen dabei um 5,2 % auf knapp 30 Mrd. zurück, die in die Euro-Länder um 4,7 % auf 18,5 Mrd. Euro. Plusraten gab im Geschäft mit der Türkei (+ 12,4 %) und der Schweiz (+ 3,6 %). Russland verfehlte nur geringfügig den Vorjahreswert (- 0,2 %).

• Die Exporte in die VR China, dem mit einem Exportanteil von 11 % wichtigsten Auslandsmarkt der deutschen Maschinenbauer, blieben mit – 4,2 % im negativen Bereich. Die Maschinenausfuhr nach Indien schrumpfte um 15,6 % auf 1,4 Mrd. Euro. Nach Südkorea – mittlerweile bedeutender als Indien – konnten die deutschen Unternehmen Maschinen und Anlagen für 1,7 Mrd. Euro verkaufen. Das ist ein Plus von 13,3 % gegenüber dem ersten Halbjahr 2012. In Asien in Summe blieben die Exporte um 4 % unter dem Vorjahresniveau.

• Nach drei Jahren mit zweistelligen Wachstumsraten legten die Maschinenlieferungen in die USA (zweitwichtigste Absatzmarkt, Exportanteil 9,4 %) eine Verschnaufpause ein und blieben um 2,5 % unter dem Ergebnis des Vorjahreszeitraum. Da die Exporte nach Kanada aber zweistellig wuchsen und auch Mittelamerika mit einem Plus von 7 % das Halbjahr abschloss, verfehlten die Lieferungen nach Amerika insgesamt den Wert des Halbjahres 2012 nur um 2 %.

• Mit einem Anteil von 3 % an der deutschen Maschinenausfuhr spielt Afrika nur eine untergeordnete Rolle. Das Liefervolumen war mit 2,1 Mrd. Euro 14,6 % höher als im Vorjahr. Maßgeblich ist dies auf die hohe Zuwachsrate im Exportgeschäft mit Nordafrika zurückzuführen, das im Vorjahr einen krisenbedingt niedrigen Vergleichswert erreichte.

Verlauf und Ausblick
Die Minusrate des zweiten Quartals 2013 ist mit 2,2 % bereits deutlich niedriger als im ersten Quartal, die noch – 5,8 % betrug. Für die zweite Jahreshälfte rechnen die Experten mit weiter rückläufigen Minusraten. „Die konjunkturellen Frühindikatoren deuten ein insgesamt besseres gesamtwirtschaftliches Umfeld an. Dies dürfte endlich auch zu mehr Investitionen führen. Für das Jahr 2013 in Summe sollte daher das Exportvolumen des Vorjahres – wenn auch knapp – erreicht werden“, prognostiziert Wiechers.

 

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