Forschung & Entwicklung

VDMA: Maschinenbauer investieren mehr in F&E

18.12.2017 Die deutschen Maschinenbauer haben im Jahr 2016 gut 5,6 Mrd. Euro für interne Forschung und Entwicklung aufgewendet. Bei aller Freude sieht der VDMA KMU vom Förderangebot benachteiligt.

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Mit einem Zuwachs von 3,5 % liegt der Maschinenbau bei Investitionen im Bereich F&E über dem Durchschnitt der Industrie. (Bild: Franz Pfluegl – Fotolia)

„Andere reden, wir innovieren und produzieren – nämlich eine gute Zukunft für die Menschen in unserem Land“, erklärt Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer, anlässlich der veröffentlichten Zahlen des Stifterverbands zu den F&E-Aufwendungen im Wirtschaftssektor. „Mit einem Zuwachs von 3,5 Prozent liegt der Maschinenbau über dem Anstieg im Durchschnitt der Industrie.“

Zuwachs beim F&E-Personal und Forschungsaufträgen

„Der Maschinenbau steht paradigmatisch für Ingenieurskunst“, betont Rauen weiter. „Auch im Zeitalter von Industrie 4.0 machen qualifizierte Menschen den Unterschied aus.“ Die Zahl der Beschäftigten in Forschung und Entwicklung (Vollzeitäquivalente) wuchs zwischen 2016 und 2015 um rund 1.200 auf 44.464. Das entspricht einem Anstieg um 2,7 %. Bei der Vergabe von Forschungsaufträgen, den sogenannten externen F&E-Aufwendungen, war ein Plus von 19,3 % auf nun 655 Mio. Euro zu verzeichnen.

Forschungsförder-Dilemma auflösen

„Jetzt muss auch die Politik liefern“, unterstreicht Rauen. „Midrange Companies werden von der Forschungsförderung benachteiligt.“ Große Verbundprojekte passen nicht in die Planungswelten dieser Unternehmen. Förderangebote für KMU stehen diesen größeren Mittelständlern nur eingeschränkt offen. Entsprechend ist die Förderwahrscheinlichkeit bei kleinen und großen Unternehmen signifikant höher. „Dieses Förder-Dilemma muss aufgelöst werden“, fordert Rauen. „Die steuerliche Forschungsförderung ist dafür das Instrument der Wahl.“

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