VDMA: Maschinenbauer rechnen mit drei Prozent Wachstum

08.04.2014 Die deutschen Maschinenbauer rechnen für 2014 mit einem deutlichen Plus. Nach einem Produktionszuwachs von 5,6 Prozent im Januar bekräftigte der Verband gestern auf der Hannover Messe seine Erwartungen, dass die Branche in diesem Jahr um drei Prozent zulegen könnte.

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VDMA: Maschinenbauer rechnen mit drei Prozent Wachstum

Der VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge rechnet in diesem Jahr mit einem Plus von drei Prozent (Bild: VDMA)

„Trotz aller politischer Unsicherheiten bestätigen wir unsere Wachstumsprognose für 2014 von plus drei Prozent“, erklärte VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge auf der Pressekonferenz des Verbandes anlässlich der Hannover Messe 2014 am Montag in Hannover. Mit einer Auslastung 84,4 Prozent sei die Produktion allerdings nicht gut ausgelastet. Die Zahl der Beschäftigten liege unverändert bei 993.000 Personen. Wir brauchen also positive Wachstumsraten für die deutsche Produktion in den kommenden Monaten“, betonte Festge.

In den ersten beiden Monaten des Jahres hat sich der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau mit plus ein Prozent gegenüber dem Vorjahr nur moderat positiv entwickelt. Die Nachfrage aus dem Inland verfehlte das Vorjahresniveau um zwei Prozent. Die Auslandsorders stiegen immerhin um zwei Prozent.

2013 lag der Umsatz bei 206 Milliarden Euro (2012: 207 Milliarden Euro). Die Exporte lagen mit 149 Milliarden Euro so hoch wie 2012. Die Importe lagen bei fast 55,8 Milliarden Euro, ein Minus von 0,7 Prozent zum Vorjahr (56,2 Milliarden Euro).

Nach ersten Berechnungen der VDMA Volkswirte wurden 2013 weltweit Maschinen und Anlagen im Wert von 2.225 Millarden Euro produziert. Damit wurde der Vorjahreswert von 2.230 Milliarden Euro knapp verfehlt. Deutschland ist mit 246 Milliarden Euro Umsatz und einem Anteil von elf Prozent drittgrößtes Herstellungsland. Mit einem Umsatzwert von 766 Milliarden Euro hat China einen überragenden Weltanteil von 34 Prozent. Die USA folgen mit 326 Milliarden Euro auf Platz zwei, Japan auf Platz vier mit 193 Milliarden Euro.

Knowhow-Diebstahl verursacht Schäden von acht Milliarden Euro
Die aktuelle Studie des VDMA zur Produkt- und Markenpiraterie, die der Verband alle zwei Jahre durchführt, schätzt den Umsatzverlust, der den deutschen Maschinen- und Anlagenbauern 2013 durch Produktpiraterie entstanden ist, auf 7,9 Milliarden Euro. Ein Umsatz in dieser Schadenhöhe würde der Maschinenbauindustrie knapp 38.000 Arbeitsplätze sichern. VDMA-weit sind 71 Prozent der Maschinen- und Anlagenbauer betroffen, ein neuer Rekordwert. Mit über 90 Prozent sind Hersteller von Holzbearbeitungsmaschinen tangiert, gefolgt von Textilmaschinen und Landtechnikherstellern.

Auch wenn die Volksrepublik China weiterhin unangefochtener Plagiatsweltmeister ist – fast Dreiviertel der Unternehmen gaben China als Ursprungsland der Fälschungen an – gibt es einen stetig wachsenden Teil von Plagiaten aus Deutschland. Knapp ein Viertel der Unternehmen zeigte mit dem Finger auch auf deutsche Wettbewerber.
(as)

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