VDMA rechnet mit zwei Prozent Wachstum

13.04.2015 Der Maschinenbauverband VDMA hat sein Prognose für 2015 unterstrichen: „Wir bestätigen unsere Produktionsprognose für 2015 von plus zwei Prozent. Trotz aller Unsicherheiten und Belastungsfaktoren in Europa sind die Maschinenbauer positiv gestimmt nach Hannover gekommen“, erklärte der Präsident des VDMA, Dr. Reinhold Festge, auf der Pressekonferenz des Verbandes anlässlich der Hannover Messe 2015 heute in Hannover.

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VDMA rechnet mit zwei Prozent Wachstum

Hersteller verfahrenstechnischer Maschinen konnten im vergangenen Jahr die höchsten Auftrags-Zuwächse verzeichnen (Bild: Linde)

 

Die Produktion in Deutschland stieg im Januar 2015 um 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Es fehlt nach wie vor an Investitionslaune, auch in Deutschland. Wir müssen weiterhin mit Störungen, vielleicht sogar mit Rückschlägen rechnen“, berichtete Festge. Der gesunkene Außenwert des Euro sorge derzeit aber weltweit für Rückenwind beim Verkauf von Maschinen. Auch die Exporte innerhalb Europas sollten in diesem Jahr auf Wachstumskurs bleiben. Gleiches gelte für die USA, zweitwichtigstes Abnehmerland des Maschinenbaus.

Maschinenbauer brechen Lanze für TTIP
Deshalb sei das geplante Freihandelsabkommen TTIP mit den Vereinigten Staaten für die Maschinenbauer ein besonders wichtiges Thema. „TTIP ist eine einmalige Chance, die wir ergreifen müssen. Denn kostenlose Konjunkturprogramme sind selten.“ Unternehmen müssten heute Mehrkosten zwischen fünf und zwanzig Prozent auf sich nehmen, weil die Maschinen speziell für den US-Markt umgerüstet werden müssten.

Maschinenbau-Industrie will bis 2018 zehntausend neue Arbeitsplätze schaffen
Im Januar 2015 waren 1.003.000 Beschäftigte im Maschinenbau tätig. Im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 1,2 Prozent. Das hohe Beschäftigungsniveau soll gehalten und sogar noch erhöht werden. Eine aktuelle VDMA-Trendstudie zur IT und Automation im Maschinenbau kommt zum Ergebnis, dass die deutsche Maschinenbau-Industrie bis 2018 insgesamt zehntausend neue Arbeitsplätze in Zukunftsfeldern wie der Entwicklung von IT und Automatisierungstechnik schaffen will. „Aktuell gibt es hier etwa zweitausend unbesetzte Stellen“, berichtete Festge. Gesucht werden vor allem Ingenieure mit Vertiefung im Bereich der Informatik, Informatiker, Softwaredesginer und in zunehmendem Maße auch Mitarbeiter mit einer Qualifikation im Bereich der Ergonomie.

Bilanz 2014: Maschinenbau im Wechselbad / Verfahrenstechnik mit größtem Zuwachs
2014 hat der deutsche Maschinenbau ein konjunkturelles Wechselbad durchlebt. Nach einer Wachstumserwartung von plus drei Prozent sorgten die Russland/Ukraine-Krise und fehlende Inlands-Investitionen für Dämpfer. Die vom VDMA auf ein Prozent Wachstum korrigierte Produktionsprognose wurde mit 1,1 Prozent erreicht. Mit einem Produktionswert von 199 Milliarden Euro wurde erstmals das Rekordergebnis von 2008 übertroffen.

Die Kapazitätsauslastung lag 2014 im Durchschnitt bei 84,7 Prozent. Der Bestelleingang nach Teilbranchen zeigte bei 14 Fachzweigen Zuwächse, zwölf mussten Rückgänge verkraften. Die Bandbreite lag zwischen plus 18 Prozent (Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate) und minus 17 Prozent (Power Systems Turbinen). Der Auftragsbestand lag im Schnitt bei 5,7 Monaten.

Die Maschinenexporte stiegen 2014 um 1,7 Prozent auf 152 Milliarden Euro. Größter Abnehmer deutscher Maschinen waren die EU-28-Länder mit 65,3 Milliarden Euro (plus 7,3 Prozent). Nach Asien wurden Maschinen im Wert von 38,9 Milliarden Euro exportiert, nach Nord- und Lateinamerika zusammen 23,3 Milliarden Euro. Größter Einzel-Auslandsmarkt war China mit 17 Milliarden Euro, gefolgt von den USA mit 15,1 Milliarden Euro und Frankreich mit 9,8 Milliarden Euro. Rückläufig waren die deutschen Maschinenlieferungen nach Brasilien, Indien, Südkorea, die Türkei sowie Russland.

(as)

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