Auftragseingang Maschinen- und Anlagenbau

VDMA: Rückgang und Lichtblicke im Mai, Brexit-Folgen unklar

01.07.2016 Gemischte Gefühle beim VDMA: Der Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau verfehlte im Mai sein Vorjahresniveau um real 4 Prozent, die Auslandsorders sanken um 10 Prozent. Ein kleiner Lichtblick sind dagegen die Inlandsbestellungen.

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VDMA: Maschinenbauer starten mäßig ins Jahr

Aufträge im Anlagen- und Maschinenbau im Mai: Euro rauf, Nicht-Euro runter (Bild: thomas haltinner- Fotolia)

„Erfreulich war die Entwicklung der Inlandsbestellungen. Sie wuchsen um 8 Prozent“, erläutert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Insgesamt stehen hier in den ersten fünf Monaten des Jahres 4 Prozent Plus in den Büchern.“ Für die Nachfrage aus Nicht-Euro-Ländern besteht dagegen schon seit einigen Monaten eine negative Tendenz, sie sank diesen Monat um 14 Prozent. Ein Plus aus den Euro-Ländern von 3 Prozent konnte dies teilweise kompensieren. Im Dreimonatsvergleich (März bis Mai) legten die Auftragseingänge insgesamt um real 6 Prozent im Vergleich zur Vorjahresperiode zu. Die Bestellungen aus dem Ausland lagen dabei 7 Prozent im Plus, die Inlandsorders legten um 5 Prozent zu.

Was der EU-Ausstieg des Vereinigten Königreichs bewirken wird, lasse sich derzeit noch nicht genau abschätzen. „Die aufkommende Unsicherheit wird  die Investitionen beeinträchtigen. Aber darüber wie sich das genau entwickeln wird, kann derzeit nur spekuliert werden“, sagt Wiechers. Auf die Produktion im Maschinenbau werde sich ein EU-Austritt Großbritanniens frühestens im vierten Quartal dieses Jahres auswirken. In den ersten vier Monaten 2016 legte der Produktionswert real um 0,9 Prozent zu. Der VDMA hält daher an seiner Prognose fest, wonach die Produktion 2016 im Vergleich zum Vorjahr abermals stagnieren wird.

VDMA-Präsident Dr. Reinhold Festge bedauerte die Austritts-Entscheidung der Briten und erwartet politische und wirtschaftliche Folgen, bekräftigte aber: „Umso wichtiger ist es jetzt, den europäischen Gedanken zu fördern. Die EU und die Mitgliedsstaaten sind aufgefordert, alles zu tun, damit der Brexit ein Einzelfall bleibt. Wir müssen für ein starkes Europa kämpfen.“ (ak)

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