VDMA sieht hohes Kostensenkungspotenzial bei Photovoltaik

09.07.2011 Der Verband der Deutschen Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) blickt im Bereich Photovoltaik (PV) optimistisch nach vorne. Vertreter der Branche sehen solartechnische Anlagen als wichtigen Baustein der globalen Energieversorgung und Zukunftstechnik mit Kostensenkungspotential entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

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VDMA sieht hohes Kostensenkungspotenzial bei Photovoltaik

Einsparungsmöglichkeiten bestehen dabei gleichermaßen bei Material- und Systemkosten, wobei ein ähnlicher Verlauf wie auch in anderen Bereichen der Hightech-Industrie zu erwarten ist. Dr. Eric Maiser, Geschäftsführer VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel, dazu: „Die PV-Industrie befindet sich in einem Stadium, in dem sich die Elektronikindustrie Ende der 70er Jahre und die Flachdisplaybranche Ende der 80er Jahre befand. In beiden Bereichen wurden seither bekanntermaßen gigantische Kostendegressionen verwirklicht.“ Berechnungen von Centrotherm Photovoltaics, einem Technologie- und Equipmentanbieter der Photovoltaikindustrie, prognostizieren in den kommenden zwei Jahren Erzeugungspreise von 12 bis 16 Cent/kWh für Süddeutschland. Ein Mix aus erneuerbaren Energien erreicht dann bis Mitte des Jahrzehnts Erzeugungsparität mit konventionellen Kraftwerken. Dr. Peter Fath, Technologievorstand von Centrotherm Photovoltaics und Vorsitzender des Vorstands VDMA Photovoltaik-Produktionsmittel, erklärt: „Die PV ist, unabhängig von der Art und Ausgestaltung der Politik zu ihrer Förderung in Deutschland, eine Zukunftstechnik mit gewaltigen Marktchancen weltweit. Wir stehen erst am Anfang der Entwicklung, PV wettbewerbsfähig zu machen. PV wird künftig einen ganz wesentlichen Beitrag zur Entschärfung der globalen Energie- und Ressourcenprobleme leisten können.“

Ein Gros der Umsätze und Auftragseingänge des PV-Maschinenbaus wird zurzeit zwar in Asien erzeugt, doch ist das Bekenntnis der Branche zum Produktionsstandort Deutschland tief verwurzelt. Fath kommentiert: „Die Photovoltaik-Zuliefererindustrie wird auch in Zukunft in Deutschland produzieren und hier weiterhin kräftig investieren. Unsere Branche profitiert in Deutschland in hohen Maß von der hier gewährleisteten Investitions- und Rechtssicherheit. Die hervorragende Infrastruktur sowie der hohe Ausbildungsstand von Facharbeitern und innovativen Ingenieuren sind weitere starke Argumente für eine Produktion vor Ort.“

 

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