Gescheiterte Sondierungen

VDMA und VCI fordern schnelle Regierungsbildung

22.11.2017 Nachdem die Jamaika-Sondierungen nun (vorerst) gescheitert sind, haben sich nun die Hauptgeschäftsführer von VDMA und VCI zur Wort gemeldet. Jetzt ginge es darum, schnell zu stabilen politischen Verhältnissen zu kommen.

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VDMA_Thilo-Brodtmann

VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann. (Bild: VDMA)

VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann: „Die neue Einsparvorgabe von 40 Prozent für 2030 kann abhängig von der konjunkturellen Entwicklung zu einer Wachstumsbremse werden.

VCI-Hauptgeschäftsführer Utz Tillmann. (Bild: VCI)

VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann zeigt sich überrascht, über das Ende der Jamaika-Sondierungen: „Eine Einigung schien lange Zeit möglich zu sein, wenn auch stets behaftet mit Fragezeichen nach der Tragfähigkeit einer solchen neuartigen Koalition. Jetzt muss es darum gehen, wie wir möglichst schnell zu stabilen politischen Verhältnissen kommen. Eine Hängepartie kann sich Deutschland in keiner Hinsicht leisten. Wichtige Zukunftsfragen müssen entschieden werden, von der digitalen Infrastruktur bis zur Europapolitik.“

Utz Tillmann, Hauptgeschäftsführer des VCI, äußert sich ebenfalls enttäuscht über das jähe Ende der Verhandlungen: „Das Experiment Jamaika-Koalition ist im Versuchsaufbau gescheitert. Offensichtlich stimmte die Chemie zwischen den Partnern zu wenig, um eine gemeinsame politische Vision für Deutschland zu finden. Das ist bedauerlich. Aber für politische Überzeugungen einzustehen statt für vage Lösungen, verdient ebenso Respekt wie der Mut zum Kompromiss. Deutschland braucht so schnell wie möglich eine handlungsfähige Regierung. Denn die Herausforderungen für das Land sind erheblich: Digitalisierung, Energiewende, Innovation und Bildung oder Infrastruktur müssen gestaltet werden.“

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