Maschinenbau

VDMA verzeichnet globales Export-Wachstum

23.11.2017 Unternehmen aus aller Welt kaufen Maschinen und Anlagen aus Deutschland, sei es für die Modernisierung oder Digitalisierung der Produktion. Das zeigt sich auch in der Exportbilanz des laufenden Jahres.

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Deutsche Produkte sind weltweit begehrt – das zeigen die aktuellen Exportzahlen des VDMA. (Bild: Anyka – Fotolia)

So konnten die Maschinenbauer in den ersten neun Monaten ihre Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um nominal 7,4 % auf 124,4 Mrd. Euro steigern. Im 3. Quartal 2017 legten die Exporte um 7,1 % auf 41,4 Mrd. Euro zu. Aber auch die Einfuhr von Maschinen und Anlagen nach Deutschland wuchs im Zeitraum Januar bis September um 3,9 % auf 51,8 Mrd. Euro an.

Qualität und Service geben den Ausschlag

„Erfreulich ist, dass das Wachstum auf breiter regionaler Basis stattfindet“, erklärt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. „Allen politischen Unsicherheiten zum Trotz wird in vielen Ländern der Auf- und Ausbau einer eigenen Industrie vorangetrieben. Die Maschinenbauer aus Deutschland tragen mit ihren hochqualitativen Produkten und ihrem sehr guten Service vor Ort maßgeblich dazu bei“, erläutert Wiechers.

USA weiterhin auf Platz 1

Zwar konnten die USA nach neun Monaten des laufenden Jahres ihren Platz als wichtigste Exportnation halten (+10,6 % auf 13,2 Mrd. Euro), den größeren Schub erlebte jedoch das Geschäft mit China. Die Ausfuhren in den zweitgrößten Exportmarkt legten um 24,1 % auf 12,8 Mrd. Euro zu. „Hier machen sich die staatlichen Maßnahmen zur Ankurbelung der chinesischen Wirtschaft deutlich bemerkbar“, kommentiert Ulrich Ackermann, Leiter VDMA-Außenwirtschaft. Erfreulich sei auch, dass das Russland-Geschäft seine Talsohle durchschritten habe, ergänzt er. Die Exporte nach Russland wuchsen um 22,8 % auf knapp 4 Mrd. Euro. „Allerdings ist das noch immer weit von früheren Handelsvolumen entfernt“, schränkt Ackermann ein.

Negative Auswirkungen politischer Unsicherheiten

In die EU-Staaten exportierten die Maschinenbauer aus Deutschland in den ersten neun Monaten Waren für 57,8 Mrd. Euro – ein Plus von 3,3 %. Rückläufig waren die Ausfuhren nach Großbritannien (-4,5 % auf knapp 5,5 Mrd. Euro) und in die Türkei (-2,3 % auf 2,8 Mrd. Euro). In beiden Ländern belasten die politischen Unsicherheiten die Investitionsentscheidungen vieler Kunden.

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