Nach der Wahl in England

VDMA: Wahlergebnis erschwert Brexit-Verhandlungen

09.06.2017 Nach dem Wahlausgang in Großbritannien zeigt sich der VDMA besorgt über die Auswirkungen der Wahlen auf die anstehenden Brexit-Verhandlungen. Deren Scheitern würde Deutschland zusetzen.

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Ein Scheitern der Brexit-Verhandlungen hätte negative Auswirkungen auf den Maschinenbau, mahnt der VDMA. (Bild: moonrun – Fotolia)

„Die unklare politische Lage nach den Wahlen in Großbritannien wird die Brexit-Verhandlungen noch schwieriger machen. Dies ist eine schlechte Nachricht für den deutschen Maschinenbau“, erklärt Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA. „Die zukünftige britische Regierung wird über keine klare Mehrheit verfügen und daher wenig Spielraum in den Verhandlungen haben. Die Briten werden sich schwer tun, die Verhandlungen wie geplant am 19. Juni beginnen zu können. Das Risiko, dass wir deshalb nach den zwei Jahren Verhandlungszeit ohne Abkommen dastehen, steigt.“

Wenn die Brexit-Verhandlungen scheitern, drohen nach dem März 2019 deutliche Beeinträchtigungen des Handels bis hin zum völligen Stillstand. „Angesichts der ohnehin sehr knappen Frist bis zum EU-Austritt muss die neue britische Regierung sehr schnell ihren Weg finden, um den Schaden für die dortige Wirtschaft möglichst gering zu halten“, kommentiert der VDMA-Hauptgeschäftsführer.

Großbritannien war im vergangenen Jahr der weltweit viertgrößte Auslandsmarkt für den deutschen Maschinenbau mit einem Exportvolumen von 7,3 Mrd. Euro und war sechstwichtigster ausländischer Investitionsstandort. Umgekehrt lieferte das Vereinigte Königreich 2016 Maschinenbauprodukte im Wert von 2,4 Mrd. Euro nach Deutschland.

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