Europäische Investitionskontrolle

VDMA warnt vor Eigentor

23.06.2017 Die europäische Wirtschaft ist auf Investitionen auch aus nicht-europäischen Staaten angewiesen. Eine Investitionskontrolle auf europäischer Ebene, wie sie mehrere Staaten beim EU-Gipfel in Brüssel anregen wollen, könnte das Investitionsklima in Europa nachhaltig beeinträchtigt, so der VDMA.

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VDMA: EU und China müssen gemeinsame Lösung finden

Der VDMA warnt vor negativen Auswirkungen einer europäischen Investitionskontrolle. (Bild: DragonImages – Fotolia)

Ziel müsse es immer sein, dass europäischen Unternehmen im Ausland, beispielsweise in China, die gleichen Rechte erhalten wie ausländischen Investoren in der EU. „Investitionen sind grundsätzlich gut für Europa – unabhängig davon, ob sie aus der EU kommen oder aus Drittstaaten. Im Maschinenbau hat das Engagement von Investoren beispielsweise aus China bislang keinen Abbau von Arbeitsplätzen nach sich gezogen“, erklärt Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des VDMA. „Bestehende Instrumente reichen aus, um gegebenenfalls die Interessen der europäischen Industrie zu schützen. Eine europäische Investitionskontrolle würde den Standort Europa unattraktiver machen für ausländische Investoren und darf nur die Ultima Ratio sein, falls europäischen Unternehmen im Ausland, zum Beispiel in China, nicht die gleichen Rechte eingeräumt werden wie den jeweiligen Investoren in der EU. Deshalb müssen wir nun dringend das lange geplante Investitionsabkommen mit China abschließen.“

Im Jahr 2015 betrug der Bestand ausländischer Direktinvestitionen im deutschen Maschinenbau 18 Mrd. Euro. Im gleichen Jahr belief sich der Investitionsbestand deutscher Investoren im ausländischen Maschinenbau auf 35 Mrd. Euro, davon entfielen 5,7 Mrd. Euro auf China.

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