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VIK veröffentlicht Studie zur Kostenbelastung durch Zertifikatehandel

15.08.2016 Die Europäische Kommission hat im Sommer 2015 einen Legislativvorschlag veröffentlicht, um den europäischen Zertifikatehandel für Treibhausgasemissionen zu reformieren. Im Zuge dessen hat der Energie-Fachverband der deutschen Industrie (VIK) nun eine Studie veröffentlicht.

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Schornstein mit Abgas

Der VIK sieht in der vorgeschlagenen Version des Zertifikatehandels eine existenzbedrohende Kostensteigerung für energieintensive Branchen. (Bild: Kautz15 – Fotolia)

 

Ziel dieser Studie ist es, CO2-Kostenbelastungen aufgrund des EU-Emissions-Handelssystems anhand anlagenbezogener Fallbeispiele branchenübergreifend zu ermitteln und darzustellen. Fazit: Würde die Reform wie von der Kommission vorgeschlagen umgesetzt, so hätte diese für Unternehmen in allen energieintensiven Branchen teilweisen existenzbedrohenden Kostensteigerungen zur Folge.

Dies wird laut Verband anhand der berechneten Unternehmensbeispiele deutlich: Einer Energie-Erzeugungsanlage in der chemischen Industrie oder einer Papiererzeugungsanlage könnten bis 2030 beispielsweise Mehrkosten in 15- bis 17-facher Höhe verglichen mit den heutigen Emissionshandelskosten entstehen. Für eine einzige Anlage – beispielsweise zur Produktion von Aluminium – entstünde durch den Kommissionsvorschlag eine zusätzliche jährliche Belastung von mehr als 25 Mio. Euro. Die ohnehin niedrigen Gewinnmargen der Unternehmen in den hart umkämpften internationalen Märkten für energieintensive Produkte würden durch solche Kostenbürden in allen Fällen nahezu vollständig aufgefressen.

Die vollständige Studie finden Sie hier.

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