Mobile Brandschutz-Container

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22.02.2011 In vielen produzierenden Unternehmen finden sich brennbare, brandfördernde und giftige Stoffe, wobei die meisten dazu noch wassergefährdend sind. Beim Umgang mit diesen Stoffen ist eine Vielzahl von Gesetzen und Verordnungen zu beachten, welche darüber hinaus vom Gesetzgeber ständig novelliert und erweitert werden.

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April 2011

Brandschutzcontainer zur sicheren, umweltgerechten und wirtschaftlichen Lagerung brennbarer Stoffe (Bild: Bauer Südlohn)

Die Erfahrung hat gezeigt, dass viele Unternehmen mit der Kenntnis und dem Erfüllen aller gesetzlichen Vorschriften unter Berücksichtigung der versicherungstechnischen Vorgaben oft überfordert sind. Die Messlatte wird dadurch noch erhöht, dass aus betriebswirtschaftlicher Sicht die gesetzliche Umsetzung mit möglichst geringen Aufwendungen einhergehen muss.

Erschwerte Gegebenheiten

Beim Lagern und beim Umgang mit brennbaren, giftigen und brandfördernden Stoffen ist ein separater Brandabschnitt erforderlich. Dies bedeutet, dass Wände, Decken und Böden mindestens 90 min lang feuerbeständig sein müssen, sofern kein ausreichender Sicherheitsabstand zu anderen Gebäuden besteht. Dies kann zum Beispiel in Hallen durch abgemauerte Wände und Betondecken realisiert werden. Darüber hinaus müssen Auffangwannen, Abluftsysteme, T90-Tore und Beleuchtungen jeweils mit den erforderlichen behördlichen Zulassungen eingesetzt werden. Da eine gemauerte Wand so ohne weiteres nicht versetzt werden kann, ist eine örtliche und mengenmäßige Flexibilität nicht gegeben. Fertigbeton-Container wären eine Alternative, sind aber aufgrund des hohen Eigengewichts auch nur beschränkt flexibel einsetzbar.

Brandschutz-Container stellen eine weitere Möglichkeit dar. In ihnen ist eine sichere, umweltgerechte und wirtschaftliche Lagerung von brennbaren Stoffen möglich. Die Feuerbeständigkeit von maximal 90 min (innen und außen) wird bei diesen Brandschutz-Containern durch die konstruktive Ausbildung von Stahl in Verbindung mit speziellen Brandschutzmaterialien erzielt. Das im Vergleich zu Beton wesentlich geringere Eigengewicht hat zur Folge, dass eine Einsetzbarkeit in Bereich mit geringer zulässiger Bodenbelastung und eine örtliche Flexibilität gegeben ist. Auch kann der Container als Brandabschnitttrennung in einem größeren Lager eingesetzt werden. Auf diese Weise kann eine massive, stationäre Brandwand entfallen. Die Wärmeisolierung des eingesetzten Brandschutzmaterials ist um ein Vielfaches höher als bei gemauerten Räumen oder Betonräumen. Dadurch werden in erheblichem Maß Energiekosten bei temperierter Lagerung eingespart.

Erst Bestandsanalyse, dann Lösung

Die Ausführung und die Ausstattung der Brandschutz-Container richten sich nach Art und Umfang der zu lagernden Stoffe, d.h. als erster Schritt muss eine Bestandsanalyse erfolgen, damit entsprechend den individuellen Anforderungen eine „maßgeschneiderte“ und somit ökonomische Lösung erarbeitet werden kann. Um diesen individuellen Anforderungen gerecht zu werden, wird jeder Brandschutz-Container amwenderspezifisch entwickelt. Die Brandschutz-Container sind somit in den verschiedensten Abmessungen alternativ mit T30-, T90-Schiebe- oder Flügeltore lieferbar. Die Tore können jeweils mit Magnetfeststeller und einer Rauchschließanlage ausgestattet werden. Durch die Magnetfeststeller wird eine Selbsthaltung der Tore in Offenstellung realisiert, so dass die Tore nicht ungewollt zufallen können. Die Rauchschließanlage gewährleistet wiederum, dass im Brandfall die geöffneten Tore automatisch schließen. Selbstschließende Zu- und Abluftöffnungen und ein Ex-Ventilator für die Absaugung sind möglich. Alle Container sind mit integrierten Auffangwannen ausgestattet, die wahlweise mit Wanneneinsätzen – zum Beispiel Polyethylen – lieferbar sind. Darüber hinaus können die Container unter anderem mit Paletten- und Fachbodenregalen, einer Gaswarnanlage, mit einer optischen und akustischen Alarmgebung, Heizungs- bzw. Klimageräte auch in ex-geschützter Bauweise ausgestattet werden.

Heftausgabe: April 2011

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Lind
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