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Wacker beendet 2. Quartal mit leichtem Plus

28.07.2016 Wacker Chemie konnte den Umsatz im 2. Quartal 2016 sowohl gegenüber dem Vorjahr als auch im Vergleich zum Vorquartal weiter ausbauen. Im Berichtsquartal erwirtschaftete der Münchner Chemiekonzern Umsatzerlöse in Höhe von 1,39 Mrd. Euro (Q2 2015: 1,37 Mrd. Euro). Das entspricht einem Plus von 1 %.

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Aerial View; Luftaufnahme

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Die im Jahresvergleich höhere Absatzmengen bei Siliconen, Polymerprodukten und Polysilicium sind laut Unternehmen der wesentliche Grund für diesen leichten Anstieg. Die gegenüber dem Vorjahresquartal niedrigeren Preise, vor allem für Polysilicium und für Halbleiterwafer, konnte der Hersteller dadurch mehr als ausgleichen. Im Vergleich zum Vorquartal (1,31Mrd. Euro) ist der Umsatz um gut 5 % gewachsen. Höhere Absatzmengen sowie die besseren Preise für Polysilicium haben die Umsatzentwicklung positiv beeinflusst.

Das Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) belief sich im 2. Quartal 2016 auf 300 Mio. Euro. Das sind 9 % weniger als im Vorjahr (329 Mio. Euro), aber 31 % mehr als im Vorquartal (228,9 Mio. Euro). Für das Berichtsquartal errechnet sich eine Ebitda-Marge von 21,6 % nach 24 % im 2. Quartal 2015 und 17,4 % im 1. Quartal 2016. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) des 2. Quartals 2016 beträgt 110,9 Mio. Euro (Q2 2015: 187,9 Mio. Euro). Das entspricht einer Ebit-Marge von 8 % (Q2 2015: 13,7 %).

Der Rückgang des EBITDA im Jahresvergleich ist maßgeblich beeinflusst von einbehaltenen erhaltenen Anzahlungen und Schadenersatzleistungen im Vorjahr. Im 2. Quartal 2015 hatte das Unternehmen Vertrags- und Lieferbeziehungen mit Kunden aus der Solarbranche beendet. In diesem Zusammenhang waren Sondererträge von 86,7 Mio. Euro angefallen. Im Berichtsquartal konnte das Chemieunternehmen 7 Mio. Euro an Sondererträgen vereinnahmen. Bereinigt um diese Beträge ist das Ebitda im Jahresvergleich um rund 21 % gewachsen. Verantwortlich dafür sind in erster Linie höhere Absatzmengen und ein gutes Kostenniveau.

Insgesamt erwartet Wacler im Geschäftsjahr 2016 beim Konzernumsatz einen Anstieg im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Das Ebitda soll auf vergleichbarer Basis ohne Berücksichtigung von Sondererträgen um 5 bis 10 % ansteigen. Nach dem guten Geschäftsverlauf im 1. Halbjahr geht das Unternehmen jetzt davon aus, dass das bereinigte Ebitda am oberen Ende dieser Spanne liegen wird. Die Ebitda-Marge wird dagegen etwas geringer ausfallen, da keine wesentlichen Sondererträge zu erwarten sind. Dazu kommen weitere Anlaufkosten für den neuen Produktionsstandort Charleston im US-Bundesstaat Tennessee. Die Investitionen werden mit rund 425 Mio. Euro wesentlich geringer sein als im Vorjahr. Die Abschreibungen liegen bei rund 720 Mio. Euro und damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres. Das Konzernergebnis soll im Vergleich zum Vorjahr deutlich niedriger ausfallen. Auch erwartet die Unternehmensführung einen deutlich positiven Netto-Cashflow. Die Nettofinanzschulden zum Ende des Jahres 2016 werden voraussichtlich leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen.

Hier finden Sie die komplette Meldung mit weiteren Zahlen.

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