Wacker eröffnet Silikon-Servicelabor in Moskau

22.05.2015 Der Chemiekonzern Wacker hat sein technisches Anwendungszentrum in Moskau erweitert. In einem Servicelabor sollen ab sofort Silikonkautschuke und verarbeitungsfertige Silikonmassen für die Energie-, Elektro- und Automobilindustrie getestet werden.

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Wacker eröffnet Silikon-Servicelabor in Moskau

Im Silikonlabor in Moskau werden künftig Silikonkautschuke und gebrauchsfertige Silikonmischungen für Schlüsselindustrien wie die Energie- und Automobilindustrie getestet. (Bild: Wacker)

Vorstandsmitglied Auguste Willems hat das Labor zusammen mit Dr. Christian Hartel, Leiter des Geschäftsbereichs Wacker Silicones offiziell in Betrieb genommen.

Der Standort Russland ist mit Bedacht gewählt: Der Konzern rechnet dort beispielsweise im Bereich der Energieübertragung mittelfristig mit einer steigenden Nachfrage nach Silikonen. Derzeit ist das Land dabei, das Übertragungs- und Verteilungssystem auf den neusten Stand zu bringen. „Isolatoren aus Keramik oder Glas verschmutzen mit der Zeit und isolieren nicht mehr richtig, wenn sie nass werden. Überschläge und Stromausfälle sind dann an der Tagesordnung“, erläutert Willems. Isolatoren mit Silikonbeschichtung könnten das Problem lösen. „Silikone isolieren nicht nur gut, sie sind auch wasserabweisend. Auch bei Regen isolieren solche Silikonbeschichtungen zuverlässig“, so Willems weiter. Wachstumsimpulse erhofft sich der Chemiekonzern mittel- und langfristig auch von der russischen Automobilindustrie – vor allem im Bereich der Silikonelastomere.

(su)

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