Standort Charleston

Wacker errichtet Kieselsäure-Anlage in den USA

16.12.2016 Wacker Chemie will am Standort Charleston im US-amerikanischen Bundesstaat Tennessee eine Produktionsanlage für pyrogene Kieselsäuren der Marke HDK errichten. Das Investitionsvolumen für die Anlage mit einer Kapazität von 13.000 t/a liegt voraussichtlich bei etwa 150 Mio. US-Dollar.

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Wacker errichtet Kieselsäure-Anlage in den USA

Siliciumdioxid kommt unter anderem als Additiv in Lacken zum Einsatz. (Bild: Misha – Fotolia)

Die Bauarbeiten sollen im 2. Quartal des kommenden Jahres beginnen und im Laufe des 1. Halbjahres 2019 abgeschlossen sein. Das Unternehmen produziert in Charleston bereits hochreines Polysilicium für die Solar- und Halbleiterindustrie.

Die Anlage ist eine Ergänzung in der Wertschöpfungskette am Standort Charleston: Bei der Herstellung von Polysilicium fällt als Nebenprodukt Tetrachlorsilan an. Dieser Stoff muss entweder umgewandelt und wieder in den Produktionskreislauf eingespeist werden oder kann wertschöpfend zu HDK weiterverarbeitet werden. Ein Verbund aus Polysilicium- und HDK-Produktion, wie ihn der Chemiekonzern bereits an seinen deutschen Standorten Burghausen und Nünchritz betreibt, ermöglicht hohe Flexibilität bei der Aufarbeitung von Tetrachlorsilan, vermeidet die Entsorgung von Nebenanfällen und steigert so die Wirtschaftlichkeit des gesamten Produktionsverbundes.

Wacker produziert pyrogene Kieselsäuren unter der Markenbezeichnung HDK in Deutschland an den Standorten Burghausen und Nünchritz sowie in China am Standort Zhangjiagang. Der Münchner Chemiekonzern ist in diesem Bereich der drittgrößte Hersteller weltweit. Das hochreine, amorphe Siliciumdioxid in Pulverform kommt als Füllstoff in Siliconelastomeren, als Additiv zur Steuerung der Fließfähigkeit in Lacken, Klebstoffen, UP-Harzen und Plastisolen oder als Rieselhilfe zum Einsatz, etwa in der Kosmetik-, Pharma- oder Lebensmittelindustrie.

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