Wacker hebt die Umsatzprognose

30.04.2015 Nach einem guten ersten Quartal 2015 hebt Wacker Chemie die Umsatzprognose für das Gesamtjahr an. Der Münchner Chemiekonzern hat von Januar bis März einen Umsatz von 1,3 Mrd. Euro erwirtschaftet - rund 15 % mehr als im Vorjahr. Ein wesentlicher Grund waren höhere Absatzmengen als vor einem Jahr, besonders bei Solarsilicium und Halbleiterwafern. Maßgeblich zum Umsatzwachstum beigetragen haben darüber hinaus günstige Währungseffekte aus dem schwachen Euro.

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Wacker hebt die Umsatzprognose

Wacker hat im ersten Quartal 2015 vor allem in den Ausbau seiner Anlagen investiert – darunter auch in die erweiterung der Reinstsilicium-Anlagen am Standort Burghausen (Bild: Wacker)

Das Ebitda des Konzerns belief sich im ersten Quartal 2015 auf 267,1 Mio. Euro, nach 285,2 Mio. Euro im Vorjahr. Das sind rund 6 % weniger. Der wesentliche Grund für diesen Rückgang ist ein Sondereffekt aus dem Vorjahr: Das Unternehmen hatte im ersten Quartal 2014 seine Vertragsbeziehungen mit einem Kunden aus der Solarindustrie neu geordnet. Bereinigt um diese Sondereffekte ist das Ebitda gegenüber dem Vorjahr um rund 53 % gewachsen

„Wacker ist im 1. Quartal 2015 gut in das neue Geschäftsjahr gestartet“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl am Donnerstag in München. „Alle unsere Geschäftsbereiche haben ihren Umsatz zweistellig gesteigert.“ Weltweit sei die Nachfrage groß, der wichtigste Absatzmarkt bleibt Asien, wo der Konzern knapp 43 % seiner Umsatzerlöse erwirtschaftet hat.

Im ersten Jahresquartal hat der Konzern 174,9 Mio. Euro investiert. Den Schwerpunkt bildet dabei weiterhin der bedarfsgerechte Ausbau der Produktionskapazitäten für Polysilicium. Der Aufbau des Polysiliciumstandortes Charleston im US-Bundesstaat Tennessee ging von Januar bis März weiter plangemäß voran. Über 70 % der gesamten Investitionsmittel des Konzerns flossen im Berichtsquartal in dieses Projekt. Der Hochlauf der Anlagen soll in der zweiten Hälfte dieses Jahres beginnen. Parallel wird an den deutschen Standorten Burghausen und Nünchritz die Produktionsleistung der bestehenden Anlagen für polykristallines Reinstsilicium erweitert, indem die bestehenden Prozesse optimiert werden. In der Summe will das Unternehmen seine Produktionskapazitäten für Polysilicium bis zum Jahr 2017 auf rund 80.000 t/a steigern.

Weitere Investitionsmittel gingen im Berichtsquartal in den Aufbau zusätzlicher Kapazitäten für Polymerprodukte. Der Konzern erweitert die Produktionsanlagen für Vinylacetat-Ethylen-Copolymer-Dispersionen am Standort Calvert City / Kentucky, USA. Dort entsteht ein Reaktor mit einer Jahreskapazität von 85.000 t. Am Standort Burghausen wird eine Anlage für die Sondermonomere Neodecansäurevinylester und Vinyllaurat mit einer Jahreskapazität von rund 4.000 t gebaut.

Insgesamt erwartet der Konzern im Gesamtjahr 2015 einen Anstieg des Konzernumsatzes um etwa 10 %. Beim Ebitda ohne Sondererträge erwartet die Geschäftsführung einen leichten Anstieg gegenüber dem Vorjahr.

Hier finden Sie den Geschäftsbericht mit allen Zahlen.

(su)

 

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