Wacker im 2. Quartal: Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert

07.08.2014 Wacker Chemie, München, hat im 2. Quartal 2014 vor allem dank deutlich höherer Absatzmengen den Aufwärtstrend bei Umsatz und Ertrag weiter fortgesetzt. Der Chemiekonzern erzielte Umsatzerlöse von 1,242 Mrd. Euro. Euro, 8 % mehr als vor einem Jahr. Dabei haben alle fünf Geschäftsbereiche ihre Umsätze gegenüber dem Vorjahr gesteigert.

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Wacker im 2. Quartal: Umsatz und Ergebnis deutlich gesteigert

Für das laufende Jahr erwartet der Geschäftsbereich Wacker Silicones einen leichten Umsatzanstieg. Das Wachstum kommt vor allem aus Asien, wo der Wohlstandszuwachs zu einem höheren Pro-Kopf-Verbrauch von Siliconprodukten führt. (Bild: Wacker Chemie)

Dabei hat das Unternehmen den Preisdruck in einigen Produktsegmenten sowie ungünstige Währungseffekte durch den im Vergleich zum Vorjahr schwächeren US-Dollar und den japanischen Yen dadurch in der Summe mehr als ausgeglichen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) des Konzerns hat sich im 2. Quartal 2014 deutlich stärker erhöht als der Umsatz. Es stieg um knapp 22 % auf 229,5 Mio. Euro. Steigende Absatzmengen, bessere Preise für Polysilicium sowie eine gute Abdeckung der Fixkosten durch die insgesamt hohe Auslastung der Produktionsanlagen sind für dieses Plus verantwortlich. Die Ebitda-Marge für das Berichtsquartal beläuft sich auf 18,5 % nach 16,4 % im Vorjahr.

Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) beträgt im Berichtsquartal 82,1 Mio. Euro, rund 56 % mehr als vor einem Jahr. Die Ebit-Marge liegt bei 6,6 % (Vorjahresquartal 4,6 %). Das Periodenergebnis des Berichtsquartals beläuft sich auf 29,4 Mio. Euro (Vorjahresquartal 15,1 Mio. Euro).

Die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2014 hat das Unternehmen deutlich angehoben. Das Ebitda voraussichtlich um mindestens ein Drittel höher ausfallen als im Vorjahr (678,7 Mio. Euro). Beim Konzernumsatz rechnet das Unternehmen 2014 unverändert mit einem Plus im mittleren einstelligen Prozentbereich (Vorjahr: 4,48 Mrd. Euro).

„Nach einem guten Start zu Jahresbeginn hat sich der positive Trend bei Umsatz und Ergebnis von April bis Juni fortgesetzt und gefestigt“, sagte Konzernchef Rudolf Staudigl am Freitag in München. „Die Nachfrage nach Solarsilicium ist weiter gewachsen und die Preise haben sich stabilisiert. Die aktuelle Geschäftsentwicklung in unseren Bereichen und die Auftragslage für das zweite Halbjahr stärken unsere Zuversicht, dass 2014 ein gutes Jahr für Wacker wird.“

Blick in die Geschäftsbereiche

Wacker Silicones hat im 2. Quartal 2014 einen Gesamtumsatz von 441,2 Mio. Euro oder 1 % mehr erzielt als im starken 2. Quartal des Vorjahres. Das Ebitda des Geschäftsbereiches belief sich im Berichtsquartal auf 57,4 Mio. Euro beziehungsweise 13 % weniger als vor einem Jahr. Dass das Ebitda niedriger ausgefallen ist als vor einem Jahr, liegt unter anderem daran, dass im Berichtsquartal die Siloxan-Anlagen am Standort Nünchritz planmäßig für Wartungsarbeiten abgestellt wurden.

Bei Wacker Polymers hat nach einem starken Start in das Jahr 2014 der saisonal übliche Frühjahrsaufschwung in der Baubranche auch im 2. Quartal 2014 die Nachfrage der Kunden belebt. Der Geschäftsbereich erzielte von April bis Juni einen Gesamtumsatz von 285,5 Mio. Euro, gut 4 % mehr als im 2. Quartal 2013. Besonders gut hat sich die Nachfrage bei Dispersionspulvern entwickelt. Das Ebitda belief sich von April bis Juni auf 43,5 Mio. Euro (Vorjahr: 44,4 Mio. Euro).

Der Geschäftsbereich Wacker Biosolutions hat im 2. Quartal 2014 einen Gesamtumsatz von 46,6 Mio. Euro, ein Plus von gut 15 %. Das Ebitda des Geschäftsbereichs belief sich im Berichtsquartal auf 8,2 Mio. Euro (Vorjahr: 5,9 Mio. Euro). Der Zuwachs bei Umsatz und Ergebnis kommt in erster Linie aus der zu Jahresbeginn neu erworbenen Scil Proteins Production.

Der Geschäftsbereich Wacker Polysilicon hat im 2. Quartal 2014 seinen Umsatz um gut 34 % auf 273,2 Mio. Euro gesteigert. Das Ebitda dieses Geschäftsbereichs erhöhte sich um 37 % auf 87,9 Mio. Euro. Deutlich höhere Absatzmengen und bessere Preise als vor einem Jahr sind die Gründe dafür.

Der Geschäftsbereich Siltronic hat im Berichtsquartal einen Gesamtumsatz von 210,4 Mio. Euro erzielt, 5 % mehr als im Vorjahresquartal. Das Ebitda hat sich im Berichtsquartal mit 28,1 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr mehr als verdreifacht. Der wesentliche Grund für den Anstieg gegenüber dem Vorjahr ist die Einbeziehung der Siltronic Silicon Wafer in den Konzernabschluss. Daneben zeigen sich aber auch die positiven Auswirkungen der Maßnahmen, um die Herstellungskosten zu senken.

(dw)

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