Kapazitätserweiterung

Wacker setzt Spatenstich für Produktionsanlage in Südkorea

08.11.2017 Wacker Chemie erweitert ihre bestehenden Produktionsanlagen für Dispersionen und Dispersionspulver in Südkorea. Am Standort Ulsan errichtet der Konzern einen Sprühtrockner mit einer Gesamtkapazität von 80.000 t/a.

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Spatenstich in Ulsan: Wacker erweitert seine Kapazitäten in Südkorea mit einem neuen Sprühtrockner. (Bild: Wacker)

Spatenstich in Ulsan: Wacker erweitert seine Kapazitäten in Südkorea mit einem neuen Sprühtrockner. (Bild: Wacker)

Darüber hinaus baut der Münchner Chemiekonzern einen weiteren Reaktor für Dispersionen auf Basis von Vinylacetat-Ethylen-Copolymer (VAE), die als Rohstoff für den Sprühtrockner zur Produktion polymerer Dispersionspulver benötigt werden. Die Investitionssumme beträgt rund 60 Millionen Euro, die Produktion wird voraussichtlich im ersten Quartal 2019 anlaufen.

Mit einem symbolischen Spatenstich haben Vorstandsmitglied Dr. Christian Hartel, der Leiter des Geschäftsbereichs Polymers Peter Summo und der Leiter von Wacker Korea Dal-Ho Cho im Beisein des Bürgermeisters von Ulsan Gi-Hyeon Kim und zahlreicher Kunden den offiziellen Baubeginn für das Großprojekt eingeläutet. Der Anlagenkomplex, der die gesamte Produktionskette von VAE-Dispersionen bis zu Dispersionspulvern abdeckt, wird einer der größten seiner Art weltweit.

Steigende Nachfrage nach Bindemitteln

Mit der Erweiterung trägt der Chemiekonzern der steigenden Nachfrage nach seinen hochwertigen Bindemitteln Rechnung, die vor allem in der beständig wachsenden Bauindustrie in Südkorea und Südostasien benötigt werden. „Unser bestehender Produktionsbetrieb in Ulsan bietet ein ideales Umfeld für den Ausbau. Mit den neuen Kapazitäten können wir unsere Kunden in ganz Asien noch zielgerichteter unterstützen, indem wir ihnen auf ihre spezifischen Anforderungen zugeschnittene Produkte bieten“, sagte der für die Region Asien zuständige Vorstand Hartel beim Spatenstich. Zudem könne man mit der Erweiterung auch kürzere Lieferwege und -zeiten garantieren. „Wir sehen, dass in der Region vor allem unsere Baupolymere, die einen ressourcenschonenden Wohnungsbau ermöglichen, gefragt sind wie nie“, ergänzte Polymers-Leiter Summo während der Feierlichkeiten. „Mit unserer Investition stellen wir sicher, dass wir das regionale Marktwachstum auch in Zukunft sicher begleiten können.“

Dispersionen und Dispersionspulver von Wacker werden unter anderem in der Bau-, Farben-, Beschichtungs- und Klebstoffindustrie benötigt, zum Beispiel zur Formulierung von hochwertigen Fliesenklebern, wasserabweisenden zementären Dichtungsschlämmen, energiesparenden Wärmedämmverbundsystemen oder geruchs- und emissionsarmen Innenfarben. Darüber hinaus kommen sie in Papierbeschichtungen, Teppichanwendungen oder technischen Textilien zum Einsatz.

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