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Wacker stärkt Silicone-Forschung in den USA

06.10.2016 Die Münchner Wacker Chemie stärkt ihre Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten für Silicone in den Vereinigten Staaten mit Labor-Einrichtungen in Ann Arbor im Bundesstaat Michigan. Diese sollen der Entwicklung von Produkten und Geschäftsfeldern in der nord-, mittel- und südamerikanischen Region dienen.

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Wacker stärkt Silicone-Forschung in den USA

Wacker will seine Forschungstätigkeiten für Silicone in den USA ausbauen. (Bild: Wacker)

In einem ersten Schritt investiert das Unternehmen für Ausstattung und Inbetriebnahme des F&E-Zentrums einen einstelligen Millionenbetrag. Die Labors sollen voraussichtlich im ersten Halbjahr 2017 in Betrieb gehen. Die Forschungsstätte im Michigan Innovation Headquarters, einem Gründerzentrum in Ann Arbor, soll neben mehreren Labors auch über eine eigene Analytik verfügen. Projektschwerpunkte für die aus Silicon- und Polymerexperten bestehenden Teams sind unter anderem neue Anwendungen und Lösungen in den Bereichen Medizin, Gesundheit, Farben und Beschichtungen, Weichmacher und Körperpflege. Verantwortlich für das Forschungszentrum ist die für Nord-, Mittel- und Südamerika zuständige Konzerntochter Wacker Chemical Corporation (WCC) mit Sitz in Adrian, Michigan.

„Auf dem 28.000 Quadratmeter großen Campus haben sich unmittelbar neben uns zahlreiche High-Tech-Startups niedergelassen“, erklärt WCC-Vorstand David Wilhoit. „Ein solches Arbeitsumfeld fördert den wissenschaftlichen Austausch und ist geradezu ideal für WACKER. Wir befinden uns hier mitten in einem Gründerzentrum, in dem neue Ideen entwickelt und zügig auf den Markt gebracht werden können.“ Ausschlaggebend für die Standortwahl waren insbesondere die Verfügbarkeit hochqualifizierter Bewerber sowie die Nähe zu renommierten Universitäten und zum Produktionsstandort Adrian. „Eine Forschungseinrichtung am Technologiestandort Ann Arbor entspricht ganz unserer Geschäftsstrategie, möglichst nah am Kunden und an regionalen Trends zu sein“, betont Wilhoit

Laut Robert Gnann, Leiter des Geschäftsbereichs Wacker Silicones, stärkt das Unternehmen mit dem F&E-Zentrum sein weltweites Forschungsnetzwerk. „Wir betreiben bereits heute Forschungsstätten in Deutschland und in Asien. Mit den Labors in Ann Arbor sowie an unserem Produktionsstandort in Adrian treiben wir die strategische Regionalisierung unserer Forschung weltweit voran“, erläutert Gnann. „Unser Ziel ist es, Kunden technisch langfristig zu unterstützen und gleichzeitig zum künftigen Wachstum von Wacker beizutragen. Durch den Ausbau unserer Forschungsaktivitäten im Bereich der Silicontechnologie können wir verstärkt die Entwicklung neuer, zukunftsweisender Anwendungen in Wachstumsmärkten wie etwa der Gesundheits-, Medizin-, Körperpflege-, Elektronik-, Life-Science- und Beschichtungsindustrie angehen.“

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