Wago-Ingenieurin gewinnt Karrierepreis ‚Engineer Powerwoman‘

18.04.2013 Die Ingenieurin Nicole Kreie von Wago Kontakttechnik, Minden, ist auf der Hannover Messe als erste „Engineer Powerwoman 2013“ ausgezeichnet worden. Den mit 5.000 Euro dotierten Karrierepreis hatte die Deutsche Messe anlässlich des zehnjährigen Bestehens des Fachkongresses 'WoMenPower' erstmals ausgelobt.

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Wago-Ingenieurin gewinnt Karrierepreis 'Engineer Powerwoman'

Die Ingenieurin Nicole Kreie von Wago Kontakttechnik, Minden, ist ist die erste Gewinnerin des Karrierepreises ‚Engineer Powerwoman 2013‘ (Bild: Wago)

Mit dem Preis würdigen die Messegesellschaft sowie die aus Wissenschaftlern, Verbands- und Unternehmensvertretern bestehende Jury insbesondere das Engagement der gebürtigen Mindenerin für Frauen in MINT-Berufen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik). Die Vorsitzende der Jury, die Osnabrücker Hochschulprofessorin Barbara Schwarze, überreichte den Preis stellvertretend für den elfköpfigen Beirat des Kongresses an die glückliche Gewinnerin. Die Personalabteilung des auf elektrische Verbindungs- und Automatisierungstechnik spezialisierten Unternehmens Wago hatte die 41-Jährige aufgrund ihres erfolgreichen Wirkens nominiert. „Ich freue mich sehr über den Preis, denn er ist ein deutliches Signal, dass wir Frauen auch in technisch geprägten Berufen etwas bewegen können“, strahlte sie.

Als Nicole Kreie 2001 im Alter von 29 Jahren von einem Groß-Installationsunternehmen in Hannover zu Wago nach Minden wechselte, gewann dort der noch junge Bereich der Automatisierung zunehmend an Bedeutung neben dem Kerngeschäft, der elektrischen Verbindungstechnik. Die Geschäftsfelder Gebäudetechnik und -automation samt Projektgeschäft gab es zunächst noch nicht. Inzwischen sind Komplettlösungen für die elektrotechnische Ausrüstung sowie die Automatisierung von Gebäuden bei dem Mindener Unternehmen längst Bestandteil des Portfolios. Mehr als 6.000 Gebäudeprojekte weltweit hat das Unternehmen bereits begleitet. In Zeiten der Energieeffizienz ist das Know-how des Unternehmens in diesem Segment eine feste Größe geworden.

Seit 2011 leitet Nicole Kreie die zehnköpfige Abteilung (vier Frauen, sechs Männer) des internationalen Projektservices. Dies umfasst das Lösungsgeschäft von der Projektierung bis zur Fertigung, das sie am Wago-Produktionsstandort im thüringischen Sondershausen federführend vorangetrieben hat. Doch nicht nur im Job engagiert sie sich mit Herzblut: Um junge Frauen zu einer Karriere im technischen Bereich zu ermutigen, ist sie in ihrer Freizeit als MINT Role Model des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) sowie als Mentorin der Fachhochschule Köln aktiv, betreut Studentinnen und hält Vorträge über die Perspektiven von Ingenieurinnen. „Ich möchte junge Frauen an meinen Erfahrungen teilhaben lassen, sie möglichst gut auf den Einstieg in die Welt der Technik vorbereiten“, lautet ihr Credo.

„Mit dem Glauben an ihre Idee, Ausdauer und ihrer Power hat Nicole Kreie maßgeblich zum Aufbau dieses wachstumsorientierten Geschäftsfelds beigetragen und ihn geprägt“, betont Wago-Personalleiterin Tordis Eulenberg. Und fügt hinzu: „Dieser Preis untermauert unsere Bemühungen, verstärkt junge Frauen für einen technischen Beruf und eine Karriere in unserem Hause zu gewinnen. Hierfür haben wir zahlreichen Aktivitäten gestartet. In unserer Personalentwicklung haben wir spezielle Maßnahmen zur Förderung von Frauen fest integriert. Wir sind weiterhin darum bemüht, den Anteil unserer weiblichen Führungskräfte zu erhöhen.“

Eine der Maßnahmen: Wago ist seit 2012 an einem „Cross Mentoring“-Programm für weibliche Nachwuchsführungskräfte beteiligt, das parallel in Ostwestfalen-Lippe und im Ruhrgebiet angeboten wird. Nicole Kreie ist auch hier mit von der Partie – sie bringt sich als Mentorin für eine junge Frau aus einem anderen Unternehmen ein. Auf die Frage, ob sie Berufseinsteigerinnen im MINT-Sektor pauschal einen Rat mit auf den Weg geben könne, antwortet die frischgebackene Preisträgerin spontan: „Es ist wichtig, authentisch und sich selbst treu zu bleiben. Und man sollte das, was man tut, auch lieben.“

(dw)

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