Automation

Weckruf zur Cebit: BDI übergibt Studie zur Digitalisierung

14.03.2016 Die Chance auf 1,25 Billionen Euro mehr Industrie-Wertschöpfung sieht der Bundesverband der Deutschen Industrie als Folge der digitalen Transformation. Aber das fordert europäische Regeln, mahnt der BDI in einer heute übergebenen Studie.

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Die digitale Transformation der Industrie hat ein enormes Wertschöpfungspotenzial – sieht eine neue Studie des BDI (Bild: V.-Yakobchuk – Fotolia)

Bis zu 425 Milliarden Euro zusätzliches Wertschöpfungspotenzial bis 2025 ergibt sich für Deutschland, wenn die digitale Transformation der Industrie in die richtigen Bahnen gelenkt wird. Pro Einwohner in Deutschland sind dies in den kommenden zehn Jahren rund 5.300 Euro Zuwachs. Das geht aus einer neuen Studie der Beratungsgesellschaft Roland Berger Strategy Consultants im Auftrag des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) hervor. BDI-Präsident Ulrich Grillo übergab sie am Montag auf der Cebit in Hannover an EU-Kommissar Günther Oettinger, verantwortlich für digitale Wirtschaft und Gesellschaft.

„Europa könnte bis 2025 sogar einen Zuwachs von 1,25 Billionen Euro an industrieller Bruttowertschöpfung erzielen“, sagte Grillo mit Blick auf die weiteren Studienergebnisse. „Die Digitalisierung bietet die Chance, enorme volkswirtschaftliche Potenziale freizusetzen. Voraussetzung ist, dass Politik und Wirtschaft ab sofort die nötigen Entscheidungen treffen – und diese zügig umsetzen“, fasste der BDI-Präsident zusammen. Sollte dies nicht geschehen, drohe laut Untersuchung ein Wertschöpfungsverlust von über 600 Milliarden Euro.
Die Politik in Berlin und Brüssel müsse mehr Tempo beim Breitbandausbau machen. Grillo: „Die Wirtschaft fordert, zügig den digitalen Binnenmarkt mit einheitlichen Regeln zu verwirklichen. Europas Politiker und Unternehmer müssen gemeinsam und schnell handeln, um den Vorsprung vor Wettbewerbern zu sichern.“

Der BDI hatte Roland Berger Strategy Consultants beauftragt, die Veränderungen der industriellen Wertschöpfungsstrukturen durch digitale Trends europaweit zu untersuchen. Dafür wurden mehr als 300 mittelständische Unternehmen befragt und 30 Einzelinterviews mit Top-Entscheidern aus Dax-Unternehmen geführt.

Einen Download-Link zur Studie finden Sie hier.

(as)

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