Starkes Wachstum erwartet

Weltmarkt für Wärmeübertrager

Anlagenbau
Chemie
Pharma
Ausrüster
Planer
Betreiber
Einkäufer
Manager

11.05.2017 Der Markt für Wärmeübertrager wächst und wächst. Um jährlich 6,5 % legt das Produktionsvolumen Jahr für Jahr zu. Neben dem generellen Wirtschaftswachstum in den Industrieländern ist vor allem der Trend hin zu immer effizienteren Produktionsprozessen ein wesentlicher Wachstumstreiber.

Anzeige

Entscheider-Facts für Planer, Betreiber und Einkäufer

  • Der Weltmarkt für Wärmeübertrager wächst jährlich um 6,5 % und wird bis 2020 ein Volumen von 20,6 Mrd. US-Dollar erreichen.
  • Etwa die Hälfte des Gesamtmarkts entfällt auf Rohrbündelapparate, Plattenwärmeübertrager stellen etwa ein Viertel der Gesamtproduktion, gefolgt von luftgekühlten Wärmeübertragern.
  • In Deutschland steigen die Preise für Wärmeübertrager nur moderat.

Engineer working in a thermal power plant factory

Bild: kinwun – Fotolia

Preisindex Wärmeübertrager

Entwicklung des Preisindex für
Wärmeübertrager. Daten: Statistisches Bundesamt,
Grafik: CHEMIE TECHNIK und swillkitch – Fotolia

Wenn die Marktforscher von P&S Market Research aus New York recht behalten, dann wird der Weltmarkt für Wärmeübertrager bis 2020 von 14 Mrd. US-Dollar im Jahr 2014 auf 20,6 Mrd. USD wachsen. Und obwohl Plattenwärmeübertrager in den vergangenen Jahren rasant Marktanteile hinzugewonnen haben, bleibt der klassische Rohrbündelapparat, in absoluten Zahlen gemessen, der Platzhirsch im Segment der Wärmeübertrager. Hier erwarten die Marktforscher mit einem durchschnittlichen Plus von 7,3 % pro Jahr den größten Zuwachs.

Eine besonders starke Entwicklung wird für die Chemieindustrie erwartet: Hier sollen Jahr für Jahr 9,2 % mehr Rohrbündel-Wärmeübertrager abgesetzt werden. Insbesondere in der Asien-Pazifik-Region steigt die Nachfrage nach Wärmeübertragern überproportional schnell. In den sich entwickelnden Wirtschaftsräumen sind die Einsparpotenziale durch Prozessoptimierung besonders hoch. Dazu kommt der Trend zur Klimatisierung von Gebäuden, der den Bedarf nach Wärmeübertragern zusätzlich schürt.

Auch in Deutschland ist die Nachfrage nach Wärmeübertragern stabil bis steigend, berichten die hiesigen Hersteller. Interessant ist allerdings, dass die Preise nur moderat steigen: War in den Jahren 2005 bis 2009 noch ein jährliches Plus von 2 bis 4 % zu verzeichnen, stagnierten die Preise in Deutschland im Jahr 2014 und legten in den vergangenen zwei Jahren nur um 0,5 bis 0,6 % zu. Ein Indiz dafür, dass einerseits steigende Produktionsmengen den Bedarfszuwachs kompensieren und der Wettbewerbsdruck steigt, andererseits Effizienzsteigerungen bei der Produktion der Apparate die Preisentwicklung in Schach halten.

Homepage P&S Market Research.

Heftausgabe: Mai 2017
Armin Scheuermann ist Chefredakteur der CHEMIE TECHNIK

Über den Autor

Armin Scheuermann ist Chefredakteur der CHEMIE TECHNIK
Loader-Icon