KPMG-Analyse

Weniger Fusionen und Übernahmen in der Chemiebranche

03.01.2018 Die Unternehmen in der Chemiebranche haben 2017 weniger Fusionen und Übernahmen angekündigt als noch im Vorjahr. Entsprechende Zahlen legte die Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft KPMG vor.

Anzeige
Übernahmevolumen in Chemiebranche steigt durch Mega-Deals

Die Zahl sowie das Volumen von Fusionen und Übernahmen in der Chemiebranche sanken 2017. (Bild: Franz Pfluegl – Fotolia)

Die Gesamtzahl der angekündigten Fusionen und Übernahmen ging von 1.151 auf 1.127 zurück. Das Transaktionsvolumen sank um mehr als die Hälfte von 233 Mrd. auf 100 Mrd. US-Dollar. Dagegen setzen Chemieunternehmen nach der Analyse von KPMG verstärkt auf Kooperationen. Diese bieten vor allem die Möglichkeit, sich die Digitalisierung zunutze zu machen. Bayer beispielsweise arbeitet seit September 2017 mit Bosch zusammen, um neue digitale Lösungen im Bereich „Smart Spraying“ zu entwickeln. Ziel der Forschungskooperation ist eine effizientere Nutzung von Pflanzenschutzmitteln.

Konsolidierung in der Agrochemie

Wie im Vorjahr hält am Markt für Agrochemie auch 2017 die Konsolidierung an. Megatrends wie ein erwarteter Bevölkerungsanstieg auf 10 Mrd. Menschen bis 2050 lassen eine um 30 Prozent höheren Nahrungsnachfrage erwarten. Chemieunternehmen antizipieren diese Entwicklung und stellen sich mit Übernahmen darauf ein. Die Agrochemie verzeichnet für das Jahr 2017 96 Transaktionen mit einem Volumen von 10 Mrd. US-Dollar, angeführt von der angekündigten 7-Mrd.-US-Dollar-Übernahme von Teilen der Saatgut- und Herbizid-Geschäfte von Bayer durch BASF.

Loader-Icon