Gutes Rezept für die Zukunft

Wiederverwendung von Abwasser

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02.12.2015 Laut dem World Economic Forum ist Wasserknappheit das drittgrößte Risiko für die Gesamtstabilität der Erde, und in weniger als 20 Jahren könnten sich Länder wie Deutschland tatsächlichen Herausforderungen bei der Versorgung mit ausreichenden Wassermengen an ihre Industrie gegenüber sehen. Die Bereitstellung alternativer Wasseraufbereitungstechnologien und -verfahren für die Zukunft ist einer der möglichen Wege, die die Industrie beschreiten kann. Dow Water & Process Solutions erforscht die Wiederverwendung von Abwasser als eine dieser Möglichkeiten.

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Entscheider-Facts Für Betreiber

  • Ein Behandlungsschritt mit dem Tequatic-Plus-Partikelfilter reicht aus, um die erforderliche Qualität ohne das Risiko einer Verstopfung oder Bedarf für häufige Wartung zu erhöhen, und kann bedeutende Kosteneinsparungen bei Chemikalien und Wartung einbringen.
  • Die Ultrafiltration wird weitgehend bei der Abwasseraufbereitung und in anderen Bereichen, wie bei der Vorbehandlung durch Umkehrosmose oder bei der Trinkwasserherstellung, eingesetzt. Die Integraflo-Ultrafiltrationsmodule können leicht mit den ECO-DOW-Filmtec-Umkehrosmose-Elementen (RO) kombiniert werden. 

Während der Weltwasserwoche 2015 haben sich Wasserexperten in Stockholm getroffen, um über die Wasserkrise unserer Welt zu diskutieren: Sie riefen dazu auf, das Thema Wasserknappheit ganz oben auf die Tagesordnung der Entscheidungsträger zu setzen. Dieses Problem muss auf jeden Fall Beachtung finden, denn Wasserprobleme stehen in Verbindung mit bedeutenden politischen Themen wie Klimawandel, Nahrungsmittel- und Getränkebranche oder Industrie.

Wie kann man Wasserknappheit verhindern?

Glücklicherweise ist Deutschland ein wasserreiches Land. Mehr als 2 % der Fläche ist von Wasser bedeckt, und mehr als zehn große Flüsse, wie beispielsweise Rhein, Elbe sowie Westeuropas längster Fluss, die Donau, fließen durch Deutschland. Darüber hinaus stehen fast 12 % der Fläche als Quelle für Trinkwasser unter Schutz. All diese Merkmale bieten einen fast unbegrenzten Zugang nach Bedarf zu einem der wichtigsten Elemente auf der Welt.

Doch nur wenige Menschen erkennen, dass dieser heutige Wasserreichtum möglicherweise nicht ausreichen wird, um alle Bedürfnisse zu decken, die wahrscheinlich seitens der Industrie in der Zukunft entstehen werden. Tatsächlich leben bereits 41 % der Weltbevölkerung in wasserarmen Gebiete. Das bedeutet eine große Herausforderung, die direkte Auswirkungen für die Gesellschaft, für Gemeinden und die Natur haben könnte.

Eine der wichtigsten Herausforderungen, betreffend die Entwicklung und den Wohlstand in der Zukunft ist der enge Zusammenhang zwischen Wasser und Energie, wobei eines gebraucht wird, um das andere zu produzieren. Dieser Wasser-Energie-Nexus ist eine der größten gesellschaftlichen Aufgaben, für die eine Lösung gefunden werden muss, um eine nachhaltige Entwicklung zu gewährleisten, und die alle Bemühungen um eine stabile Versorgung mit beiden Elementen gefährden könnte, wenn sie nicht effizient im Sinne einer Produktionsoptimierung gehandhabt wird. Dieser entscheidende Zusammenhang wird noch komplexer, da die Weltbevölkerung weiter wächst – bis zum Jahr 2050 wird sie nach Schätzung der Vereinten Nationen (UN) 9,5 Mrd. Menschen erreichen. Dieses Wachstum wird einen drastischen Anstieg des Wasser- und Energiebedarfs bedeuten. Tatsächlich wird die Welt bis zum Jahr 2030 nach Schätzungen der Vereinten Nationen 30 % mehr Wasser und 40 % mehr Energie benötigen.

Deutschland ist das am stärksten industrialisierte Land in Europa, und daher ist der Wasser-Energie-Nexus für das Land besonders wichtig. Obwohl es ein wasserreiches Land ist, könnte bis zum Jahr 2030 die Versorgung auf 40 % unter der Nachfrage fallen. Aus diesem Grund ist es entscheidend, dass die chemische Industrie als einer der Branchen, die am meisten Wasser beansprucht, Technologien entwickelt, um eine intelligente Wasseraufbereitung zu ermöglichen, ohne die Ressourcen noch mehr zu belasten.

Die Bedeutung von Abwasser
Dow Water & Process Solutions arbeitet daran, eine stabilere Versorgung mit sauberem Wasser durch technologische Innovation bei der Wasseraufbereitung bei gleichzeitiger Reduzierung des Energieverbrauchs und der Aufbereitungskosten zu bieten. Das Unternehmen, das über 136 Mio. l Wasser/min verarbeitet – genug, um mehr als 50 olympische Schwimmbecken füllen – verfügt über ein breites Portfolio an fortschrittlichen Technologien für eine effiziente industrielle Abwasseraufbereitung und -wiederverwendung.
Produktionsstätten überall auf der Welt benötigen große Mengen Wasser, um produzieren zu können, und erzeugen mehrere 1.000 l Wasser, die als Abwasser entsorgt werden. Der Schlüssel zu einer intelligenteren Wasseraufbereitung ist die Wiederverwendung dieses Abwassers. Chemische Anlagen könnten ihre Kosten deutlich senken und die Nachhaltigkeit steigern, indem sie Wasser wiederverwenden, das für die Entsorgung bestimmt war.

Heftausgabe: Dezember 2015
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Über den Autor

Alexander Lane, Emea commercial director, Dow Water & Process Solutions
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