Wintershall breitet sich in der südlichen Nordsee aus

16.04.2015 Der Öl- und Gasproduzent Wintershall verstärkt seine Position in der südlichen Nordsee. Neben einer Bohrkampagne in den Niederlanden, Großbritannien und Dänemark will das Unternehmen vor allem die Erdgas- und Erdölfunde zügig in die Produktionsphase überführen.

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Wintershall breitet sich in der südlichen Nordsee aus

Wintershall erweitert sein Engagement in der südlichen Nordsee und baut unter anderem neue Plattformen. Hier im Bild: Die bereits existierende Plattform A6-B4 (Bild: Wintershall)

In der niederländischen, deutschen und britischen Nordsee betreibt Wintershall 24 Offshore-Plattformen. Mit L6-B nimmt 2015 eine weitere Plattform die Erdgasproduktion im niederländischen Teil auf. Die Erdgas-Aktivitäten des Unternehmens in der niederländischen Nordsee ergänzt außerdem zukünftig eine Erdölkomponente: unter anderem durch den Fund F17a. Das sogenannte Rembrandt-Reservoir ist mit 30 Mio. Barrel einer der größten Ölfunde in der südlichen Nordsee. Wintershall hält als Betriebsführer einen Anteil von 30 %. Bei den niederländischen Behörden hat das Unternehmen einen Antrag für eine Produktionslizenz eingereicht. In den Niederlanden sind für 2015 insgesamt acht Bohrungen geplant, davon drei als Betriebsführer.

In der dänischen Nordsee macht der Konzern zurzeit Fortschritte bei der Entwicklung des Ölfelds Ravn, an dem er einen Anteil von 63,6 % hat. Das Öl soll von einer voraussichtlich unbemannten Produktionsplattform über eine Unterwasserpipeline zur 18 km entfernten Plattform A6-A in der deutschen Nordsee fließen.

Die Nordsee ist für Wintershall eine Schwerpunktregion. Mehr als die Hälfte des in der EU verbrauchten Erdgases stammt aus der Nordsee und ihren Anrainerstaaten; bei Erdöl ist es rund ein Viertel des EU-Verbrauchs. Die BASF-Tochter ist seit 1965 in der Region aktiv und hat in den vergangenen fünf Jahren Explorations- und Produktionsrechte an rund 120 Lizenzen erhalten.

(su)

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