Wintershall: Schiefergasdiskussion blockiert konventionelle Erdgasförderung

27.01.2015 Die Erdgasproduktion in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut um rund 6 % zurückgegangen, das berichtet Wintershall. Der Grund: Auch für die konventionelle Gasförderung wird angesichts der anhaltenden Diskussion um Schiefergas seit mehr als drei Jahren kein Projekt mehr genehmigt, das den Einsatz von Fracking erfordert. Das blockiere die etablierte Erdgas-Förderung.

Anzeige
Wintershall: Schiefergasdiskussion blockiert konventionelle Erdgasförderung

Die Fracking-Diskussion bedroht auch die konventionelle Erdgasförderung in Deutschland (Bild: © Merkulov – Fotolia.com)

„Gut ein Drittel des in Deutschland geförderten konventionellen Erdgases wird mit dem Einsatz von Hydraulic Fracturing sicher und umweltschonend gefördert“, erklärt Andreas Scheck, Leiter der Wintershall-Aktivitäten in Deutschland. Für die Stärkung der Versorgungssicherheit in Deutschland gehe es daher neben der in der Zukunft möglichen Förderung von Schiefergasvorkommen, zunächst vor allem um die etablierte, konventionelle Förderung.

Nur noch 11 % des deutschen Erdgasbedarfs decken heute heimische Quellen – vor 15 Jahren waren es noch 22 %. „Der Projektstau beeinträchtigt nicht nur die heimische Versorgungssicherheit, sondern bedroht mittlerweile auch Arbeitsplätze vor allem in Niedersachsen“, mahnt Scheck. Rund 95 % des deutschen Erdgases wird in Niedersachsen produziert. Etwa 1 Mrd. Euro an Investitionen sind derzeit in der Warteschleife, so eine Erhebung des Wirtschaftsverbandes Erdöl- und Erdgasgewinnung. Dadurch seien gut 20.000 Arbeitsplätze gefährdet. „Wir brauchen einen verlässlichen Rechtsrahmen, Zeitrahmen und Planungssicherheit für den künftigen Einsatz der Frac-Technologie in Deutschland. Natürlich unter Berücksichtigung höchster deutscher Sicherheits- und Umweltstandards“, schließt Scheck.

Hier finden Sie die Originalmeldung.

 

Loader-Icon