Preisverleihung

„Wissenschaftspreis für Elektrochemie“ geht an Dr. William Chueh

22.11.2016 Der internationale „Wissenschaftspreis für Elektrochemie“ von BASF und Volkswagen geht in diesem Jahr an Dr. William Chueh von der Stanford University in Kalifornien, USA. Eine Jury aus Experten von BASF, Volkswagen und Vertretern der Wissenschaft wählte ihn für seine Forschungsresultate zum Speichern und Umwandeln von Energie aus.

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„Wissenschaftspreis für Elektrochemie“ geht an Dr. William Chueh

v.l.: Dr. Ulrich Eichhorn (VW), Dr. William Chueh (Stanford University), Dr. Martin Ebner, (ETH Zürich, Battrion), Dr. Martin Brudermüller (BASF).

Den anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Wissenschaftspreises vergebenen Sonderpreis für angewandte Forschung erhält Dr. Martin Ebner von der ETH Zürich, Schweiz, für seine Arbeit auf dem Gebiet des schnellen Aufladens von Lithium-Ionen-Batterien.

Chueh ist Juniorprofessor im Fachbereich Materialwissenschaften und Mitarbeiter am „Precourt Institute for Energy“ an der Stanford University. Er hat beim Verständnis verschiedener grundlegender Batterie-Eigenschaften, die Geschwindigkeit und Lebensdauer begrenzen, eine neue Stufe erreicht. Seine Erkenntnisse ebnen den Weg für die weitere Verbesserung von Lithium-Ionen-Batterien und die erhebliche Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit. Indem Chueh elektrochemische Reaktionen visualisierte, die auf einer von 10 µm bis unter 1 nm reichenden Größenskala stattfinden, hat er laut Jury beispiellose Einsichten in das Design von funktionalen Materialien mit neuartigen Zusammensetzungen geliefert. Mit dem „Wissenschaftspreis für Elektrochemie“ erhält er ein Preisgeld von 50.000 euro.

Ebner promovierte im Fach Materialwissenschaften an der ETH Zürich. Seine Forschung zielt auf Methoden zum Steigeren der Ladegeschwindigkeit von Lithium-Ionen-Batterien mit neuartiger Fertigung der Elektroden bei gleichzeitiger Senkung der Produktionskosten. Ebner entwickelt Batterie-Anoden, die ein schnelles Aufladen ermöglichen und die Abbauprobleme in der Batterie reduzieren. Im Sommer 2015 erhielt er eine Finanzierung aus dem „ETH Pioneer Fellowship“ Programm und gründete das Start-up Battrion in Luzern, um die Kommerzialisierung seiner Innovationen zu verfolgen. Der Sonderpreis für angewandte Forschung ist mit 15.000 Euro dotiert.

Der internationale „Wissenschaftspreis Elektrochemie“ unterstützt herausragende natur- und ingenieurwissenschaftliche Leistungen und möchte Impulse für die Entwicklung von leistungsfähigen Energiespeichern geben. Der Wissenschaftspreis wird seit 2012 jährlich ausgeschrieben und richtet sich weltweit an Wissenschaftler aus der akademischen Forschung. Das Preisgeld beträgt insgesamt 100.000 Euro, der erste Platz ist mit 50.000 Euro dotiert. Im Jahr 2016 wurde anlässlich des fünfjährigen Bestehens des Wissenschaftspreises ein Sonderpreis zur Anerkennung angewandter Forschung ausgeschrieben, der mit 15.000 Euro dotiert ist.

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