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WMS verbessert die Übersicht

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03.09.2013 Das Thema Sicherheit  ist für Unternehmen der Getränke- und Lebensmittelindustrie sowie der Pharmaindustrie bei Transport und Lagerung von auf Paletten gestapelten Produkten immer wichtiger. Diese müssen zuverlässig palettiert und sicher verpackt sein, damit sie ohne Schaden beim Abnehmer ankommen.

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Entscheider-Facts Für Betreiber

  • Das WMS ermöglicht Überblick: Vom Silo bis zum Gabelstapler sind alle Teilbereiche miteinander vernetzt.
  • Die einzelnen Funktionen lassen sich, wie auch die grafische Oberfläche, der Anwendung anpassen.
  • Der Betreiber profitiert von einer optimierten Lagerlogistik. Und in der Folge von reduzierten Kosten.

Das Intralogistik-Unternehmen Beumer hat dazu sowohl die Palettier- und Verpackungstechnik als auch die entsprechende Fördertechnik im Programm, die aufeinander abgestimmt sind und die der Hersteller nach Absprache noch einmal an die individuellen Kundenbedürfnisse, beispielsweise Maschinenkapazitäten, Produktionsausstoß oder Lagerfläche anpasst.

Schnittstellen erhöhen Transparenz
Das Maschinenportfolio an Hochleistungspalettierern ermöglicht eine hohe geometrische Genauigkeit und Stabilität der palettierten Stapel. Betreiber profitieren von einem problemlosen Lagervorgang und in der Folge einem sicheren Fördern in die nachgelagerte Verpackungsanlage. Um all diese Prozesse zuverlässig und effizient steuern zu können, bietet das Unternehmen für Logistik-Technik sogenannte Warehouse-Management-Systeme (WMS) an, die sich auf die individuellen Anforderungen der Anwender zuschneiden lassen. Das WMS ist eine Webserver-Anwendung, mit der der Anwender den gesamten Verpackungsprozess, das Einlagern und Versandaufbereiten von Produkten steuern und koordinieren kann. In das System sind sowohl die Materialflusssteuerung, die Lagerverwaltung als auch die Schnittstelle zum übergeordneten ERP-System (Enterprise-Resource-Planning) des Kunden integriert. Alle Informationen aus der Produktion, der Verpackungslinie, der Etikettierung, der Einlagerung sowie dem Versand laufen hier zusammen. Das ermöglicht eine vollständige und lückenlose Transparenz aller Produkte und Prozesse. Alle an der Produktion beteiligten Personen können auf das System zugreifen – ob Disponent, Lagermitarbeiter oder Gabelstaplerfahrer. Die Funktionen und die grafische Benutzeroberfläche lassen sich dabei kundenspezifisch konfigurieren. Insgesamt vereinfacht das System es dem Betreiber, interne Abläufe ökonomisch sinnvoll und den Warenfluss transparent zu gestalten.

Dezentrales Steuerungssystem
Erhält das ERP-System einen Kommissionierauftrag, schickt es die Informationen an ein verteiltes Steuerungssystem sowie das WMS. Das Steuerungssystem überwacht und regelt den Materialfluss ab dem Silo, kontrolliert die Produktmengen, das Absacken, das Palettieren sowie die Endverpackung des Palettenstapels. Die verpackten Ladeeinheiten erhalten anschließend einen Barcode, auf dem alle für das WMS erforderlichen Informationen enthalten sind. Das Management-System befindet sich dabei wiederum im ständigen Datenaustausch mit dem ERP-System. Sobald die Ladeeinheiten auf der Förderanlage ankommen, stapelt die Palettiertechnik die Kisten, Säcke oder Trays platzsparend auf Paletten. Auf Rollenförderern gelangen diese Paletten anschließend zur Stretch-hood-Verpackungsanlage. Die Haubenstretchanlage verpackt die beladenen Paletten in spezielle Klarsichtfolien; eine stabile, witterungsbeständige Verpackung, die die Warensicherheit der Produkte während der Lagerung und dem Versand ermöglicht.

Keine Suchaktionen mehr
An das WMS ist zudem ein Gabelstapler-Leitsystem integriert, mit dessen Unterstützung das Personal die palettierte und verpackte Ware ohne lange Zwischenlagerung verladen kann. Dazu überprüft das Management-System, ob die Palette an der Austragebahn zum Abholen bereitsteht, liest den Barcode ein, weist der Palette einen Platz zur Einlagerung zu und steuert den betreffenden Gabelstapler. Mit der Software vermeiden Betreiber Fehler, die zwischen Produktion, Lager und Versand auftreten können. Ebenso entfallen zeitaufwendige Suchaktionen: Das WMS setzt auf sogenannte Blocklager. In der Praxis heißt das: Es gibt tausende Stapel im Lager und jeder Stapel ist seinem Lagerplatz zugeordnet und somit auch sofort wieder aufzufinden. Es können also praktisch keine Stapel verschwinden. Da alle Prozesse zeitlich definiert sind, erhalten Anwender eine automatische zeit- und bedarfsgerechte Materialreservierung sowie -bereitstellung. Insgesamt ermöglicht der zwangsgeführte Lager- und Versorgungsprozess einen deutlich effizienteren Produktionsdurchsatz. Eine direkte Zuordnung der Lagerorte, Zugriff für den Versand, minimierte Verkehrswege für die Gabelstapler – all diese Punkte ermöglichen dem Anwender eine optimierte Lagerplatzverwaltung. Und damit natürlich reduzierte Betriebskosten.

Zur Homepage des Herstellers gelangen Sie hier.

Die Produktseite des WMS finden Sie hier.

Heftausgabe: September 2013

Über den Autor

Reinhold Drescher, Director Sales Chemical Division, Beumer
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