Markt

ZVEI: Deutscher Markt für elektronische Messgeräte stabil

05.07.2005

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2004 brachte der Branche in der Summe Auftragseingänge von 213 Mio. Euro. Ähnlich den Jahren zuvor waren diese im zweiten Halbjahr mit 121 Mio. Euro deutlich (nämlich 30 %) höher als im ersten. Die Unternehmen gehen davon aus, dass der negative Trend der letzten Jahre gestoppt ist. Dr. Reinhard Hüppe, Geschäftsführer des ZVEI, stellte dazu fest: „Die positiven Signale aus dem ersten Quartal 2004 erlitten zwar einen kleinen Dämpfer im zweiten Quartal, aber das gesamte zweite Halbjahr 2004 war dafür umso erfreulicher.“ Dies gelte insbesondere für die klassische Messtechnik, die auch für 2004 ein schwieriges Geschäft erwartet hatte, da der Markt nicht wächst und ein verstärkter Verdrängungswettbewerb einsetzte. Die Produktgruppe Anzeigende Messgeräte hat im Vergleich zu 2003 stark aufgeholt und den Einbruch fast wieder wettmachen können.


In weiteren, speziellen Produktgruppen zeigen sich bereits Geschäftserfolge, die mit „verhaltenem Optimismus“ bis zu „leichtem Wachstum“ kommentiert werden. Im Kommunikationsbereich werden neue Technologien eingesetzt. Beispiele hierfür sind wachsendes Facility-Management, Mobile Internet oder Voice Over IP. Für diese Technologien haben neue Netzwerkinstallationen stattgefunden, die eine Geschäftsbelebung in der Messtechnik fzur Folge hatten. Den Anstieg im Bereich Oszilloskope (+8,8 %) und Laborgeräte (+9,7 %) führen die Hersteller auf den zunehmenden Einsatz von IP-Technologien zurück.


„Insgesamt nehmen die internationalen Verflechtungen sehr stark zu, Geschäfte aus Deutschland allein heraus sind kaum noch zu generieren“, betont Hüppe. „So musste der Bereich der Mobilfunk-Messtechnik einen fast 20%igen Rückgang hinnehmen. In lokaler Währung sähe das Ergebnis für die exportierenden Unternehmen besser aus, der hohe Dollar-Kurs war hier jedoch abträglich.“


Für 2005 erwartet der Verband ein einstelliges Wachstum. Ein positiver Impuls sollte dabei von dem zunehmenden Bedarf an Netzanalyse im klassischen Kommunikationsbereich und hier speziell der Oberwellenanalyse ausgehen. Neue EU-Richtlinien erfordern jetzt auch EMV-Messungen im Mobile-Bereich, was eine erhöhte Nachfrage nach entsprechender Messtechnik bedingt.

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