Quartalszahlen und Übernahme

„Lanxess ist gut in Fahrt“

15.11.2017 Lanxess geht es gut: Während der Spezialchemiekonzern auf das beste Jahresergebnis seiner Geschichte zusteuert, plant er außerdem die Übernahme des US-Geschäfts mit Phosphoradditiven von Solvay.

Lanxess plant Milliarden-Übernahme im Additiv-Geschäft

„Lanxess ist gut in Fahrt“, bekräftigt der Vorstandsvorsitzende des Spezialchemie-Konzers, Matthias Zachert. (Bild: Lanxess)

Nach einem starken dritten Quartal 2017 hat Lanxess ein weiteres Rekordjahr im Blick: Der weltweite Umsatz stieg um 25,1 % oder 483 Mio. Euro auf 2,4 Mrd. Euro. Im Vorjahresquartal hatte er bei 1,9 Mrd. Euro gelegen. Das EBITDA vor Sondereinflüssen verbesserte sich um 35 % auf 347 Mio. Euro nach 257 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Positiv wirkten sich vor allem die Beiträge der akquirierten Chemtura-Geschäfte sowie gestiegene Absatzmengen aus. Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen lag im dritten Quartal 2017 bei 14,4 % und damit deutlich über dem Wert des Vorjahres von 13,4 %. „Lanxess ist gut in Fahrt. Unser klarer strategischer Fokus auf margenstarke Spezialchemie zahlt sich zunehmend aus, und in unserer neuen Aufstellung sind wir operativ sehr gut unterwegs. Besonders erfreulich: alle Regionen und alle unsere Spezialchemie-Segmente verzeichnen deutliche Ergebniszuwächse“, sagte der Vorstandsvorsitzende Matthias Zachert.

Höhere Jahresprognose

Das Konzernergebnis lag aufgrund von einmaligen Sonderaufwendungen bei 55 Mio. Euro nach 62 Mio. Euro im Vergleichsquartal. Diese Einmaleffekte resultieren im Wesentlichen aus der Konsolidierung der Produktion von Schmierstoff-Vorprodukten und der damit verbundenen Beendigung der Produktion am Standort Ankerweg in Amsterdam (Niederlande). Bereinigt stieg das Konzernergebnis um 37,7 % auf 106 Mio. Euro nach 77 Mio. Euro im Vergleichsquartal.

Nach den starken Zahlen des dritten Quartals präzisiert der Konzern seine Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2017 und hebt die untere Bandbreitengrenze um 25 Mio. Euro an. Lanxess erwartet nun ein EBITDA vor Sondereinflüssen zwischen 1,25 und 1,3 Mrd. Euro. Dies wäre ein Rekord für das Kölner Unternehmen, denn das bislang höchste operative Ergebnis erreichte Lanxess im Jahr 2012 mit rund 1,2 Mrd. Euro. Weitere Geschäftszahlen zu den einzelnen Segmenten finden Sie in der Mitteilung des Unternehmens.

Wachstumsmarkt Nordamerika

Um sein Additiv-Segment auszubauen, plant der Spezialchemie-Konzern das Phosphorchemikalien-Geschäft mit einem US-Produktionsstandort vom belgischen Chemiekonzern Solvay zu übernehmen. Beide Unternehmen haben eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet. Die Transaktion wird voraussichtlich im ersten Halbjahr 2018 abgeschlossen, vorbehaltlich der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden. Das Additivgeschäft ist eine wichtige Säule des Konzerns mit einem Jahresumsatz von rund 2 Mrd. Euro und rund 2.900 Mitarbeitern weltweit.

Mit der Akquisition setzt der Konzern seine Wachstumsstrategie mit Fokus auf mittelgroße Märkte und die Regionen Nordamerika und Asien fort. Der Standort in Charleston/South Carolina umfasst sechs Produktionsanlagen. Dort stellen rund 90 Mitarbeiter Phosphorchlorid sowie zahlreiche Folgeprodukte wie etwa Flammschutz-Additive oder Zwischenprodukte für Agrochemikalien her. Das Geschäft steht für einen jährlichen Umsatz von rund 65 Mio. Euro. „Durch diese Akquisition profitieren wir von einer Plattform für phosphorbasierte Spezialchemikalien, einem wesentlichen Baustein unseres Additivgeschäfts, in Nordamerika und können unseren Wachstumskurs in dieser wichtigen Region vorantreiben“, sagt Anno Borkowsky, Leiter des Geschäftsbereichs Additives bei Lanxess.

 

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