ABB Deutschland: Umsatz und Auftragseingang auf Vorjahresniveau

13.09.2013 Trotz des herausfordernden Marktumfelds liegt der Umsatz und Auftragseingang von ABB, Mannheim, im ersten Halbjahr 2013 auf Vorjahresniveau. Der Umsatz belief sich auf 1,66 Mrd. Euro gegenüber 1,70 Mrd. Euro im Vorjahr. Der Auftragseingang betrug 1,53 Mrd. Euro gegenüber 1,58 Mrd. Euro im Vorjahr.

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ABB Deutschland: Umsatz und Auftragseingang auf Vorjahresniveau

Bei der deutschen ABB-Division Prozessautomation sank der Umsatz um 7 % auf 242 Mio. Euro zu. Im Bild: Prozessleitsystem 800xA (Bild: ABB)

Während die Entwicklung bei den Basisaufträgen (unter 15 Mio. US-Dollar) bei der deutschen ABB-Gesellschaft nahezu unverändert war, gingen die Großaufträge insgesamt zurück. Dies ist unter anderem auf sinkende Investitionen von Versorgungsunternehmen im Bereich fossiler Kraftwerke zurückzuführen. Darüber hinaus machte sich auch in Deutschland die Ende 2012 bekannt gegebene strategische Neuausrichtung der Division Energietechnik-Systeme bemerkbar, die sich stärker auf Projekte mit angemessenem Risikoprofil ausrichtet.

Zu den größeren Aufträgen, die ABB Deutschland im ersten Halbjahr 2013 verbuchen konnte, zählten ein Rahmenvertrag der BMW Group über die Lieferung von 2.400 Robotern sowie ein Auftrag des niederländisch-deutschen Übertragungsnetzbetreibers Tennet für die Modernisierung des Umspannwerks Karben.

Die Zahl der Vollzeitbeschäftigten blieb nahezu konstant: Zum 30. Juni 2013 verzeichnete die deutsche ABB knapp 10.000 Mitarbeiter.

„Der Blick in unsere verschiedenen Geschäftsbereiche zeigt teils schwächere, teils stärkere Entwicklungen. Vor allem das Systemgeschäft spürte das schwierige wirtschaftliche Umfeld“, sagt Peter Terwiesch, Vorstandsvorsitzender von ABB in Deutschland und Leiter der Region Zentraleuropa. „Insgesamt konnten wir uns im ersten Halbjahr 2013 jedoch robust behaupten. Zurückzuführen ist das auf unseren gesunden Produktmix sowie rechtzeitig eingeleitete Kosteneinsparungen.“

Im Kernjahr der Energiewende lag der Auftragseingang der beiden Energietechnik-Divisionen jeweils unter dem Wert des Vorjahres. Eine positivere Entwicklung verbuchte das Automatisierungsgeschäft, das von Investitionen in mehr Energieeffizienz und Produktivität zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit profitierte.

Die Division Industrieautomation und Antriebe verzeichnete einen Auftragseingang von 252 Mio. Euro gegenüber 209 Mio. Euro im Vorjahr, das ist ein Plus von 20 %. Der Umsatz stieg leicht von 221 Mio. Euro auf 223 Mio. Euro.

Die Division Prozessautomation hingegen musste mit 240 Mio. Euro einen um 12 % Prozent geringeren Auftragseingang verzeichnen als im ersten Halbjahr 2012 (272 Mio. Euro). Dies ist vor allem auf die Investitionszurückhaltung der Schifffahrt- und Stahlindustrie zurückzuführen. Der Umsatz sank um 7 % auf 242 Mio. Euro zu; er betrug im Vorjahr 260 Mio. Euro.

Leicht rückläufig war die Entwicklung in den ersten 6 Monaten 2013 im Bereich der Niederspannungsprodukte. Der Auftragseingang lag bei 423 Mio. Euro (Vorjahr: 437 Mio. Euro), der Umsatz bei 430 Mio. Euro (433 Mio. Euro).

Die Energietechnik-Systeme verzeichneten sowohl beim Auftragseingang mit 231 Mio. Euro (Vorjahr 278 Mio. Euro) als auch beim Umsatz mit 393 Mio. Euro (Vorjahr 427 Mio. Euro) einen Rückgang von 17 % beziehungsweise 8 %.

Bei den Energietechnik-Produkten fiel der Auftragseingang von 402 Mio. Euro um 3 % auf 390 Mio. Euro. Der Umsatz hingegen stieg um 5 % auf 398 Mio. Euro; im ersten Halbjahr 2012 belief er sich auf 378 Mio. Euro.

(dw)

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