ABB gibt sich neue Strategie – Terwiesch wechselt von Mannheim in die Schweiz

09.09.2014 Der Elektro- und Automatisierungskonzern ABB hat sich eine neue Strategie für den Zeitraum von 2015 bis 2020 verordnet: Demnach soll der operative Gewinn pro Aktie jährlich um 10 bis 15 Prozent und den Umsatz um jährlich 4 bis 7 Prozent steigen. Erreicht werden soll dies unter anderem durch eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit und eine neue Struktur. Eine Hierarchieebene wird gestrichen.

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Das Unternehmen beabsichtigt für die Planperiode die Rentabilität zu steigern, indem es den Schwerpunkt auf wachstumsstarke Endmärkte verlagert, die Wettbewerbsfähigkeit verbessert und die Risiken des Geschäftsmodells senkt.

Eine erste personelle Konsequenz ist die Berufung von Peter Terwiesch, bislang Vorstandsvorsitzender der deutschen ABB, zum Leiter der Division Prozessautomation in der Konzernleitung. Wer Terwieschs Nachfolge in der Leitung der deutschen ABB übernimmt, wurde noch nicht bekannt gegeben. Außerdem wird sich der Konzern künftig von 8 auf 3 Regionen fokussieren, die von erfahrenen Mitgliedern der Konzernleitung geführt werden: Frank Duggan für Asien, Naher Osten und Afrika, Greg Scheu für Nord- und Südamerika, Veli-Matti Reinikkala für Europa. Gleichzeitig soll dadurch eine Hierarchieebene entfallen.

„Unsere Next-Level-Strategie setzt zur Steigerung des Shareholder Value vor allem auf die Beschleunigung des organischen Wachstums und des Gewinnmargenzuwachses sowie auf eine verbesserte Kapitaleffizienz“, sagte Ulrich Spiesshofer, Vorsitzender der Konzernleitung von ABB, heute auf einer Analysten-Konferenz in London. „Wir verlagern unseren Schwerpunkt in Richtung Wachstumssegmente, verbessern gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit und senken die Risiken vor allem in unserer Division Energietechniksysteme. Um flexibler und schneller reagieren zu können, werden wir zudem die Kundenorientierung verbessern. Diese nachhaltigen Veränderungen werden wir in zielgerichteten 1000-Tage-Programmen vorantreiben, um eine erfolgreiche Umsetzung sicherzustellen.“

Das Energie- und Automationsportfolio soll weiterhin in den jeweiligen Geschäftseinheiten gemanagt wird – unter der Leitung der fünf Divisionen. Besonders starkes Wachstum verspricht sich der Konzern in den Segmenten Industrie, Transport und Infrastruktur. In den Bereichen Beratung, Engineering, Software und Value-Added-Services soll das Portfolio ausgebaut werden. Der Fokus soll dabei auf organischem Wachstum liegen, das durch gezielte Akquisitionen ergänzt wird.

Ab September will das Unternehmen Aktien im Wert von 4 Mrd. US-Dollar zurückkaufen. 

Hier finden Sie die ausführliche Meldung zur neuen ABB-Strategie

(as)

 

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