Automatisierungshersteller

ABB plant Neubau in Mannheim

03.06.2020 ABB in Deutschland will in Mannheim ein nachhaltiges, mit modernster Technik ausgerüstetes Multifunktionsgebäude bauen. Der Automatisierer konsolidiert damit die Zahl seiner Standorte in der Metropolregion Rhein-Neckar von drei auf zwei.

Für den Standort Mannheim plant ABB ein neues Multifunktionsgebäude. (Bild: ATP architekten ingenieure)

Für den Standort Mannheim plant ABB ein neues Multifunktionsgebäude. (Bild: ATP architekten ingenieure)

Das neue Gebäude soll ein Vorzeigeprojekt im Sinne von Smart Buildings werden: Es wird das komplette ABB-Portfolio an intelligenten Produkten und Systemen sowie digitalen Technologien zur Gebäudeautomation und Energieverteilung verbaut. Die eingesetzten Lösungen aus dem Portfolio des Industriekonzerns sollen einen wesentlichen Beitrag zu Energieeffizienz, Klimaschutz, Ressourcenschonung und Komfort leisten. Ebenfalls wird das Areal mit modernster Lade-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge ausgestattet. Der Schwerpunkt der Bauarbeiten wird im Jahr 2021 liegen, der Einzug ist für 2022 vorgesehen. In dem zukunftsgerichteten Gebäude werden über 1.200 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz finden. Der Neubau entsteht auf dem heutigen Areal des Unternehmens in der Kallstadter Straße 1 und verfügt über mehr als 20.000 m2 Gebäudefläche. Nach der Fertigstellung sollen Mitarbeiter der operativen Einheiten, insbesondere der Geschäftsbereiche Industrieautomation und Antriebstechnik, des Forschungszentrums und der Dienstleistungsbereiche dort arbeiten.

ABB-Standort Ladenburg zieht um

Das bedeutet, dass die Ladenburger ABB-Mitarbeiter, die überwiegend für den Geschäftsbereich Antriebstechnik tätig sind, nach Mannheim umziehen werden. Die Zusammenlegung der Standorte Mannheim und Ladenburg an einer gemeinsamen Adresse wird zu Effizienzsteigerungen und Kostensenkungen beitragen und damit zur weiteren Optimierung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen ABB führen. Das Unternehmen beabsichtigt, die nicht mehr genutzten Gebäude und Flächen in Ladenburg und Mannheim zeitnah zu veräußern. „Die Entscheidung für diesen Standort ist in erster Linie eine für Mannheim und keine gegen Ladenburg“, betont Hans-Georg Krabbe, Vorstandsvorsitzender der ABB AG. „Am Ende der Prüfung aller Möglichkeiten erwies sich der Neubau am Traditionsstandort Mannheim als die wirtschaftlichste und gleichzeitig zukunftsfähigste Option. Hier ist das Unternehmen auch vor 120 Jahren gegründet worden.“

ABB verlegt im Zuge des Neubaus auch ihr deutsches Forschungszentrum von Ladenburg nach Mannheim. In dem neuen Gebäude entsteht ein Innovationszentrum für industrielle Digitalisierung und Künstliche Intelligenz, das die ABB-Forschung, die Geschäftsbereiche des Unternehmens, seine Kunden und Partner sowie Universitäten und Start-ups unmittelbar miteinander zusammenbringen wird. Der Schwerpunkt der Forschungsaktivitäten wird weiterhin auf der Entwicklung neuer industrieller Lösungen in den Bereichen Digitalisierung, Automatisierung, Robotik und Elektrifizierung liegen. Gleichzeitig wird das ABB Customer Experience Center (ACE) nach Mannheim verlegt. Im ACE erarbeiten ABB-Experten gemeinsam mit Kunden in Co-Creation-Workshops individuelle, digitale Lösungen, die neue Marktchancen eröffnen. Am Standort Heidelberg werden sich weiterhin die Aktivitäten des Geschäftsbereichs Elektrifizierung konzentrieren – die Mitarbeiter dieses Geschäftsbereichs, die heute in Mannheim oder Ladenburg arbeiten, werden nach Heidelberg umziehen. Der Standort Heidelberg wird durch die Bündelung aller Kompetenzen des Geschäftsbereichs Elektrifizierung gestärkt und bleibt größter Produktions-Standort der deutschen ABB.

Neue Anlagenprojekte März bis Mai 2020

„Das Multifunktionsgebäude verspricht, architektonisch ein Highlight zu werden, und ist ein klares Bekenntnis von ABB zur Metropolregion Rhein-Neckar – und eines zu Mannheim, einer Großstadt, die verkehrstechnisch exzellent angebunden ist, eine Universität von Weltruf beheimatet und als ‚Erfinderstadt‘ gilt“, so ABB-Deutschlandchef Krabbe. Mit dem Neubau und seinem modernen Raumkonzept stärke das Unternehmen seine Position als attraktiver Arbeitgeber weit über die Region hinaus und werde zum Anziehungspunkt für neugierige, innovative Köpfe. Das Raumkonzept der Immobilie unterstützt ein aktivitätsbasiertes Arbeiten. Es umfasst einen großen Teil an Arbeitsplätzen, die für eine flexible Nutzung ausgelegt sind. Dies ermöglicht es den Mitarbeitern die Arbeitsumgebung einzunehmen, die für ihre aktuelle Tätigkeit optimal ist. Das Unternehmen bindet seine Beschäftigten von Beginn an eng in die Ausgestaltung mit ein, ihre Ideen und Vorschläge werden in der Umsetzung berücksichtigt. „Auf diese Weise wird eine Umgebung geschaffen, die moderne Arbeitsweisen unterstützt und damit für unsere Mitarbeiter ein agiles, flexibles und kundenorientiertes Arbeiten ermöglicht“, so Krabbe. (ak)

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