Europäischer Herkunftsnachweis

Air Products zertifiziert erneuerbaren Wasserstoff

11.02.2019 Der Gasehersteller Air Products startet ein Pilotprojekt zu Herkunftsnachweisen (Guarantees of Origin, GO) für nachhaltigen, erneuerbaren Wasserstoff, der in den Niederlanden im Rahmen des CertifHy-Programms produziert wird.

November 2014

Wasserstoff ist ein wichtiger Energieträger – und soll für Mobilitätsanwendungen aus erneuerbaren Quellen kommen. Bild: © concept w – fotolia.com

Die Zertifikate sind geplant für Wasserstoff der Chloralkali-Elektrolyse-Anlage von Nouryon (ehemals AkzoNobel Specialty Chemicals) in Rotterdam, die Windenergie als Teil ihres Energiemix‘ einsetzt. Die erneuerbare Energie stammt vom kürzlich fertiggestellten Windpark von Krammer and Bouwdokken in den Niederlanden. Nach der Herstellung wird der Wasserstoff von Air Products aufbereitet und anschließend der bestehenden Pipeline in Rotterdam für die kommerzielle Verwendung zugeführt.

Erstes europäisches Herkunftsnachweis-Programm

Im Rahmen des Pilotprojektes werden zwei Kunden von Air Products aus dem Energiesektor Herkunftsnachweise für erneuerbaren Wasserstoff erhalten. Hierbei handelt es sich um H2 Mobility Deutschland, Betreiber eines Wasserstoff-Tankstellennetzwerks in Deutschland, sowie die Londoner Verkehrsverbundsorganisation Transport of London, die Wasserstoffbusse in der britischen Hauptstadt betreibt.

Das Projekt ist Teil der Certif Hy-Initiative, die das europaweit erste Herkunftsnachweis-Programm für kohlenstoffarmen und erneuerbaren Wasserstoff gestartet hat. Mit ihrer kontinentweiten Übertragbarkeit sollen die Herkunftsnachweise dazu beitragen, einen innovativen und transparenten Markt für Wasserstoff zu schaffen. Air Products ist der weltweit führende Lieferant von Wasserstoff für Raffinerien, die den Wasserstoff bei der Erzeugung von sauberer verbrennenden Kraftstoffen verwenden, und verfügt über umfangreiche Erfahrung im Sektor für Wasserstoffbetankung.

Die Laufzeit des Certif Hy-Pilotprogramms ist zunächst bis Mitte 2019 geplant. Finanziert wird das Programm vom Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCHJU), einer Partnerschaft der Europäischen Kommission sowie der Wasserstoffindustrie und -forschungsgemeinschaft.

(as)

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