Wechsel in den Aufsichtsrat

Analytik Jena: Klaus Berka verabschiedet sich aus operativem Geschäft

31.03.2017 Mehr als 25 Jahren war Klaus Berka Denker, Lenker und Macher der Analytik Jena. Jetzt verabschiedet sich der Gründer und langjährige Unternehmenschef und zieht sich aus dem operativen Geschäft der Analytik Jena zurück.

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Nach 25 Jahren wechselt Gründer und Vorstand Klaus Berka nun in den Aufsichtsrat. (Bild: Analytik Jena)

Gänzlich auf Berka verzichten muss die Gesellschaft allerdings nicht: Er wechselt in Kürze in den Aufsichtsrat. „Die Kunden sowie die Produkte und Technologien standen für Klaus Berka immer im Mittelpunkt. Unermüdlich arbeitete er daran, dass sich die Analytik Jena als innovativer Technologieführer gegenüber den größeren internationalen Wettbewerbern behaupten konnte. Sein Anspruch war es, durch einen fairen, respektvollen Umgang und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit langfristige Beziehungen zu Kunden und Partnern aufzubauen“, erklärt Ulrich Krauss, Vorstandsvorsitzender der Analytik Jena.

Gegründet hatte Berka die Analytik Jena gemeinsam mit zwei Partnern in den Wende- und Umbruchzeiten des Frühjahrs 1990. Die als „Vertriebsfirma für Analysemessgeräte“ beginnende Analytik Jena gehörte mit der Handelsregisternummer 27 zu den ersten Firmengründungen in der DDR der Nachwendezeit. Mit einem Kapital von 6.000 Ost-Mark starteten die drei ehemaligen Zeissianer ihr Unternehmer-Abenteuer.

Mit dem Kauf der Laboranalysetechnik der Carl Zeiss Jena im Dezember 1995 erfolgte eine Zäsur und Analytik Jena agierte fortan auch bei der Entwicklung und Produktion von High-Tech-Produkten, mit denen das Unternehmen im Wettbewerb mit großen Konzernen am Weltmarkt bestehen und wachsen konnte. Im Jahre 2000 erfolgte der Börsengang der Analytik Jena. Heute ist die Analytik Jena mit ca. 1.100 Mitarbeitern und einem Konzernumsatz von zuletzt von ca. 120 Mio. Euro eine international erfolgreiche Unternehmensgruppe und gehört weltweit zu den Marktführern im Bereich der Laboranalyse. Seit 2013 ist Analytik Jena Teil der Schweizer Endress+Hauser Gruppe.

Der Rückzug Berkas war von langer Hand und mit Unterstützung des Mutterunternehmens Endress+Hauser vorbereitet: Bereits im Herbst 2016 übergab Berka den Vorstandsvorsitz an Ulrich Krauss und agierte seitdem als Vorstand für den Bereich Innovation. „Klaus Berka hat die Analytik Jena geprägt. Beharrlichkeit – gäbe es diesen Begriff nicht, müsste er für Herrn Berka neu erfunden werden. Die Intensität seiner Arbeit und seines Lebens ausgerichtet auf ‘seine‘ Analytik Jena zeugt von dieser Beharrlichkeit. Sein Zuhören-Können, sein Humor aber auch seine Streitbarkeit und Kampfeslust kennzeichnen ihn als Menschen, der nicht umsonst großen beruflichen Erfolg hatte“, sagt Matthias Altendorf, CEO der Endress+Hauser Gruppe.

„Kernelement des Erfolgs der Analytik Jena waren und sind ihre Mitarbeiter. Sie haben durch Ideenreichtum, Fleiß und Einsatz die Grundlage für den Erfolg des Unternehmens gelegt“, resümiert Berka. „Zusammen mit der neuen Führungsgeneration in der Analytik Jena wird das Unternehmen seinen erfolgreichen Weg auch in Zukunft fortsetzen. Ich freue mich darauf, diesen Weg auch weiter – nun in anderer Rolle – begleiten zu können.“

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