Themen zum Anlagenbau CHEMIE TECHNIK

Anlagenbau

Ob EPC-Unternehmen, Owners Engineers, Engineering-Dienstleister oder Anlagenausrüster: In dieser Rubrik finden alle Experten des verfahrenstechnischen Anlagenbaus Informationen über neue Projekte, Verfahren, Methoden und die Branche.

09. Apr. 2024 | 10:41 Uhr
Thyssenkrupp Uhde und Genesis Fertilizers haben einen Vertrag für ein Pre-Feed unterzeichnet, um das Konzept für einen integrierten Düngemittelkomplex im kanadischen Belle Plaine zu erarbeiten. Dieser soll unter anderem Ammoniak, Urea und Salpetersäure produzieren. Die Anlage soll für die Produktion von 1.500 mtpd Ammoniak, 2.600 mtpd Urea/UAS-Granulierung, Salpetersäure, UAN sowie die Möglichkeit zur Produktion von Diesel Exhaust Fluid ausgelegt werden. Als Bestandteil der Pre-Feed-Vereinbarung will Thyssenkrupp Uhde Engineering-Lösungen bereitstellen, wobei der Schwerpunkt auf der Minimierung der Anlagenemissionen liegen soll. So sollen zum Beispiel durch Envinox-Technologie die Stickoxide aus der Salpetersäureherstellung nahezu vollständig beseitigt werden. Außerdem sollen bei der Konzeption der Anlage die mögliche Nutzung von grünem Wasserstoff und Strom aus erneuerbaren Energiequellen berücksichtigt werden.
Pre-Feed-Vertrag mit Genesis Fertilizers

Thyssenkrupp Uhde will Düngemittelkomplex in Kanada bauen

Thyssenkrupp Uhde und Genesis Fertilizers haben einen Vertrag für ein Pre-Feed unterzeichnet, um das Konzept für einen integrierten Düngemittelkomplex im kanadischen Belle Plaine zu erarbeiten. Dieser soll unter anderem Ammoniak, Urea und Salpetersäure produzieren.Weiterlesen...

05. Apr. 2024 | 09:03 Uhr
Air Products hat den Baubeginn einer Anlage für blauen Wasserstoff am bestehenden Wasserstoffproduktionsstandort im niederländischen Rotterdam verkündet. Sie soll 2026 in Betrieb gehen und unter anderem die Rotterdamer Raffinerie von Exxonmobil bedienen.Neben besagter Raffinerie will Air Products mit der kommenden Anlage, die laut Betreiber Europas größte Produktionsstätte für blauen Wasserstoff sein wird, weitere Kunden über das firmeneigene Wasserstoffleitungsnetz bedienen. Das Abscheidesystem soll CO2 aus der bestehenden Wasserstoffanlage von Air Products und der Raffinerie von Exxonmobil in Rotterdam erfassen. Die kommende Anlage soll mit dem Porthos-System verbunden sein, einem Konsortium, das das erste niederländische CO2-Transport- und Speichersystem in großem Maßstab entwickelt und kürzlich die endgültige Investitionsentscheidung erhalten hat. Neben Kohlendioxid aus anderen Industriebetrieben im Rotterdamer Hafen soll das erfasste CO2 zu erschöpften Erdgasfeldern in der Nordsee transportiert werden. Etwa 20 km vor der Küste soll es 3 km unter dem Meeresboden dauerhaft gespeichert werden. Porthos ermöglicht es Air Products, seine CO2-Emissionen im Hafen von Rotterdam um mehr als die Hälfte zu reduzieren. Dies hilft dem Unternehmen bei der Erreichung der Zielvorgaben des niederländischen Klimaabkommens. Gleichzeitig arbeitet Air Products laut eigener Aussage daran, seine Aktivitäten und die seiner Kunden weiter zu dekarbonisieren, indem grüner Wasserstoff aus importierten erneuerbaren Energien im Hafen von Rotterdam verfügbar wird. Das Projekt wird im Rahmen langfristiger Vereinbarungen mit Exxonmobil und dem niederländischen Staat durchgeführt. Air Products blauer Wasserstoff soll Kunden bei der Industrie- und Mobilitätswende helfen und gleichzeitig Arbeitsplätze in einem bedeutenden Industriegebiet schaffen und erhalten. Laut Dr. Samir J. Serhan, COO von Air Products, suchen Industrieunternehmen in Rotterdam „ständig nach Möglichkeiten, Synergien zu realisieren, Skaleneffekte zu erzielen, die Energieeffizienz zu steigern und letztendlich zu dekarbonisieren.“
Blauer Wasserstoff aus den Niederlanden

Air Products verkündet Baubeginn von Anlage in Rotterdam

Air Products hat den Baubeginn einer Anlage für blauen Wasserstoff am bestehenden Wasserstoffproduktionsstandort im niederländischen Rotterdam verkündet. Sie soll 2026 in Betrieb gehen und unter anderem die Rotterdamer Raffinerie von Exxonmobil bedienen.Weiterlesen...

04. Apr. 2024 | 06:11 Uhr
Roter Papierflieger bei Kurswechsel - Durchstarten
„Für volatile Märkte braucht der Anlagenbau Agilität“

Interview mit Dr. Hannes Storch, Metso und Mitglied des Vorstands der Arbeitsgemeinschaft Großanlagenbau im VDMA

Derzeit gleicht der Anlagenbau einer Fahrt auf der Achterbahn: Schnelle und unvorhersehbare Änderungen auf den Märkten zwingen zu dynamischen Anpassungen. Für Dr. Hannes Storch sind das aber nicht nur Herausforderungen, sondern auch Chancen. Warum er den deutschen Anlagenbau gut aufgestellt sieht, erfahren Sie hier.Weiterlesen...

03. Apr. 2024 | 10:17 Uhr
Anfang April 2024 will Leschaco im niederländischen Moerdijk ein Chemielogistikzentrum eröffnen. Die über multimodale Verkehrsanbindungen verfügende Anlage liegt zwischen den Hochseehäfen Rotterdam und Antwerpen sowie in der Nähe von Rhein und Maas. Auf einer Fläche von 29.000 qm2 bietet das Lager in fünf Abschnitten Platz für rund 45.000 Paletten. Vier Abschnitte sind mit CO2-Löschanlagen für die Lagerung von Gefahrgut ausgestattet, während im fünften Abschnitt ESFR-Sprinkler für Stückgut verbaut wurden. „Wir freuen uns, mit der Eröffnung unseres neuesten Gefahrgutlagers die Präsenz von Leschaco in der Kontraktlogistik weiter auszubauen“, kommentiert Constantin Conrad, CEO von Leschaco. Die Anlage ist mit Sonnenkollektoren auf dem Dach ausgestattet, die einen Teil des Strombedarfs decken. Zudem verfügt sie dem Unternehmen zufolge über eine elektrische Fußbodenheizung, LED-Beleuchtung und die höchsten Gebäudestandards für die Isolierung. Die Nähe zum Hafen von Moerdijk soll Transportmöglichkeiten mit Binnenschiff und Bahn ermöglichen, zusätzlich gibt es Ladestationen für Elektrofahrzeuge. „Dieses strategisch günstig gelegene Lager ermöglicht es uns, unsere globalen Kunden in verschiedenen Industriezweigen wie der Chemie-, Gesundheits-, Automobil-, Industriematerial- und Konsumgüterbranche individuell zu unterstützen“, so Sebastian Haebler, Head of Global Contract Logistics bei Leschaco.
Niederlande: Logistikzentrum in Hafennähe

Leschaco kündigt Eröffnung eines Chemielagers an

Anfang April 2024 will Leschaco im niederländischen Moerdijk ein Chemielogistikzentrum eröffnen. Die über multimodale Verkehrsanbindungen verfügende Anlage liegt zwischen den Hochseehäfen Rotterdam und Antwerpen sowie in der Nähe von Rhein und Maas.Weiterlesen...

30. Mär. 2024 | 06:31 Uhr
Anlagen für Perdamans Hanrstoffproduktion in Australien
Covestro gleich zweimal vertreten

Die neuesten Chemie-Anlagenbauprojekte vom März 2024

Auch im März haben wir wieder die wichtigsten Chemieprojekte für Sie zusammengefasst. Vertreten sind altbekannte Namen wie Covestro, Merck und BASF, aber auch ein noch 2016 als Start-up gegründetes Unternehmen.Weiterlesen...

28. Mär. 2024 | 15:52 Uhr
Am Standort Wesel will Byk auf 5.100 Quadratmetern einen Gebäudekomplex errichten. Dieser soll unter anderem End Use- und Anwendungslabore sowie Seminar- und Veranstaltungsräume für Kundenbesuche enthalten. Die Baukosten belaufen sich auf 25 Mio. Euro. Laut Division President Byk Additives Dr. Jörg Hinnerwisch bietet der Komplex, dem ein altes Laborgebäude weicht, Platz für Entwicklung und Zusammenarbeit mit Kunden und Distributoren sowie mehr Möglichkeiten für Vor-Ort-Seminare. Heizung und Kühlung sollen vollständig aus Wärmepumpen und Photovoltaik-Anlagen gespeist werden. „Wir wollen das neue Gebäude mit Blick auf Nachhaltigkeit, Zukunftssicherung und Ökologie – wie auch weitere Labor-Gebäudekomplexe in der Nähe – zukunftssicher mit Wärmerückgewinnung ausstatten“, so Hinnerwisch weiter. Die Fertigstellung ist für das zweite Quartal 2028 geplant. Byk betreibt bereits Produktionsstätten in Nordrhein-Westfalen, Bayern und Sachsen-Anhalt sowie in den Niederlanden, USA, Großbritannien und China.
Neubau auf 5.100 Quadratmetern

Byk plant Labor- und Seminar-Komplex in Wesel

Am Standort Wesel will Byk auf 5.100 Quadratmetern einen Gebäudekomplex errichten. Dieser soll unter anderem End Use- und Anwendungslabore sowie Seminar- und Veranstaltungsräume für Kundenbesuche enthalten. Die Baukosten belaufen sich auf 25 Mio. Euro.Weiterlesen...

28. Mär. 2024 | 13:14 Uhr
Northvolt hat nahe Heide im Landkreis Dithmarschen den Grundstein für seine Batteriezell-Fabrik Northvolt Drei gelegt. An den Feierlichkeiten zum Baubeginn nahmen unter anderem folgende Personenteil: der schleswig-holsteinische Ministerpräsident Daniel Günther, Botschafterin von Schweden in Deutschland Veronika Wand-Danielsson, Bundeskanzler Olaf Scholz, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz Robert Habeck, Northvolt-CEO Peter Carlsson und Northvolt Drei-CEO Christofer. Northvolt will die 15 km von der Nordseeküste entfernte Fabrik mit Windkraft betreiben. Dadurch will das schwedische Unternehmen eine möglichst umweltfreundliche Massenproduktion von Batterien für den Automobil-, Industrie- und Energiesektor etablieren. Northvolt Drei soll etwa 3.000 Mitarbeiter beschäftigen und ab 2026 eine maximale Produktionskapazität von 60 GWh im Jahr aufweisen. Scholz hebt die Bedeutung der kommenden Fabrik für die heimische E-Automobilindustrie hervor: „Die Produktion guter Autos jenseits des Verbrennungsmotors bildet weiterhin das Rückgrat unseres Industriesektors. Dafür benötigen wir Batteriezellen, die in Deutschland, in Europa hergestellt werden." Laut Northvolt ergab eine kürzlich durchgeführte Umfrage, dass 80 % der lokalen Bevölkerung das Projekt befürworten. Dirk Burmeister, Vorstand der Entwicklungsagentur Region Heide, rechnet in den nächsten 15 Jahren mit bis zu 15.000 neuen Einwohnern im Zuge der Batteriezell-Fabrik.
Batteriezell-Fabrik: Kanzler bei Grundsteinlegung

Northvolt beginnt mit dem Bau von Northvolt Drei

Northvolt hat nahe Heide im Landkreis Dithmarschen den Grundstein für seine Batteriezell-Fabrik Northvolt Drei gelegt. An den Feierlichkeiten anlässlich des Baubeginns nahmen unter anderem Bundeskanzler Olaf Scholz und sein Stellvertreter Robert Habeck teil.Weiterlesen...

28. Mär. 2024 | 09:53 Uhr
Projektteam der neuen Covestro-Anlage in Antwerpen
Neuentwickeltes Herstellungsverfahren

Covestro eröffnet erste Anlage für PC-Copolymere

Der Kunststoff-Hersteller Covestro hat am belgischen Standort Antwerpen seine erste Anlage für Polycarbonat-Copolymere fertiggestellt. Zum Einsatz kommt ein lösemittelfreies Schmelzeverfahren in Verbindung mit einem neuartigen Reaktorkonzept.Weiterlesen...

26. Mär. 2024 | 11:37 Uhr
Die BASF hat am chinesischen Verbundstandort Zhanjiang mit dem Bau einer Methylglykol-Anlage begonnen, die MDG, MTG, MTEG und PEO herstellen soll. Sie soll 2025 in Betrieb gehen und die wachsende Nachfrage nach Bremsflüssigkeiten in der Region bedienen. MTG ist der Hauptrohstoff für die Herstellung moderner Bremsflüssigkeiten, die in der Automobilindustrie verwendet werden. Die kommende Produktionsstätte in Zhanjiang ist auf eine Jahreskapazität von 46.000 t ausgelegt, sie „wird die einzige vollständig rückwärtsintegrierte Methylglykol-Anlage in einen Steamcracker in China sein und den schnell wachsenden Markt für Bremsflüssigkeiten bedienen“, so Bir Darbar Mehta, Senior Vice President, Petrochemicals Asia Pacific, BASF. Darbar Mehta zufolge wird die Anlage durch den Einsatz von BASF-Prozesstechnologie Produkte liefern, die den Bedürfnissen des nachgelagerten Geschäfts des Konzerns und seiner Kunden gerecht werden. „Die Kapazitätserweiterung unterstreicht unser Engagement für die aufstrebende asiatische Automobilindustrie, insbesondere in China, wo die Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Produkten kontinuierlich steigt“, ergänzt Matthias Lang, Vice President, Business Management Fuel & Lubricant Solutions Asia Pacific and Performance Chemicals Greater China, BASF.
Produktion von MDG, MTG, MTEG und PEO

BASF beginnt mit dem Bau einer Methylglykol-Anlage in China

Die BASF hat am chinesischen Verbundstandort Zhanjiang mit dem Bau einer Methylglykol-Anlage begonnen, die MDG, MTG, MTEG und PEO herstellen soll. Sie soll 2025 in Betrieb gehen und die wachsende Nachfrage nach Bremsflüssigkeiten in der Region bedienen.Weiterlesen...

25. Mär. 2024 | 14:55 Uhr
Am 5. März 2024 hat Covestro im Chempark Leverkusen sein Technikum für Hochviskosetechnologie eingeweiht. Es soll dem Unternehmen helfen, seine Kunststoffprodukte zu verbessern, neue Verfahren zu entwickeln und Produktionsprozesse zu optimieren. Im Fokus stehen insbesondere zähflüssige Flüssigkeiten wie Polycarbonatschmelzen. Seit Baubeginn im Oktober 2021 hat Covestro rund 20 Mio. Euro in den Neubau des Gebäudes im B-Block des Chemparks investiert. Im neuen Technikum stehen Forschern auf rund 1.400 Quadratmetern unter anderem ein 7 m hoher Laborbereich, ein „Bahnhof“ für technische Gase mit 60 Rohrleitungen und ein komplett verdunkelbarer Laserraum für Strömungsexperimente zur Verfügung. Die schallisolierte Technik- und Steuerzentrale soll einen Überblick über alle Forschungsanlagen bieten – einige sind bereits installiert, der komplette Ausbau soll Mitte 2024 abgeschlossen sein. „Hier testen wir frühzeitig neue Ansätze für Verfahren, mit denen Covestro die Transformation unserer Industrie in Richtung Kreislaufwirtschaft weiter vorantreibt“, so Dr. Markus Dugal, Head of Process Technology bei Covestro. Dr. Daniel Koch, Leiter der NRW-Standorte von Covestro, weist zudem auf die Bedeutung des Technikums für die firmeneigene Produktion hin: „Es wird uns dabei helfen, bestehende Produktionsverfahren zu optimieren und neue Prozesstechnologien zu entwickeln. Damit schafft das Hochviskose-Technikum Voraussetzungen, von denen die Produktion bei Covestro künftig profitieren wird.“ Die Forschung am Technikum soll zum Beispiel das chemische Recycling von Polycarbonat optimieren. Mithilfe neuer Herstellungsverfahren, die mit niedrigeren Prozesstemperaturen und entsprechend geringerem Energieeinsatz auskommen, können laut Covestro künftig Ressourcen wie Rohstoffe, Energie und Flächenverbrauch eingespart sowie Abfallmengen reduziert werden. Dies verringert dem Unternehmen zufolge nicht nur den ökologischen Fußabdruck bestimmter Kunststoffprodukte, sondern spart auch Kosten ein und stärkt seine globale Wettbewerbsfähigkeit.
Kunststoffproduktion und -recycling

Covestro eröffnet Hochviskose-Technikum in Leverkusen

Am 5. März 2024 hat Covestro im Chempark Leverkusen sein Technikum für Hochviskosetechnologie eingeweiht. Es soll dem Unternehmen helfen, seine Kunststoffprodukte zu verbessern, neue Verfahren zu entwickeln und Produktionsprozesse zu optimieren.Weiterlesen...