Februar 2014

Für Plane
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  • Obwohl derzeit auf der ganzen Welt so viele Chemieanlagenprojekte abgewickelt werden wie lange nicht mehr, tendieren die Ausrüstungspreise seitwärts.
  • Da es für bestimmte Komponenten wie zum Beispiel Turbokompressoren weltweit nur wenige Anbieter gibt, sind die Preise in diesem Gewerk besonders volatil.

Wichtig zu wissen ist beispielsweise, dass die Chemie weltweit für lediglich ein Zehntel der gesamten auf dem Markt bearbeiteten Anlagenbauprojekte steht. Die deutlich größeren „Brocken“ sind Anlagen zur Rohstoffgewinnung (Minen, Öl- und Gas) sowie Kraftwerksprojekte. Und mit dem sich seit zwei Jahren abschwächenden Wachstum in China drücken insbesondere die Minengesellschaften bei den Investitionen auf die Bremse. Auch in den kommenden Jahren dürfte sich das kaum ändern, denn die meisten großen Öl- und Gaskonzerne haben angekündigt, ihre Investitionen in den kommenden Jahren zurückfahren zu wollen (siehe Special Öl und Gas ab Seite 28).

Volatile Preise bei Maschinen und Apparaten
Einen besonders großen Einfluss hat diese Entwicklung auf die Preise der „Long Lead Items“, zu denen Apparate und Maschinen zählen. Diese sind aufgrund ihres Wertanteils im Baupreisindex für Chemieanlagen besonders schwer gewichtet. Und da es für bestimmte Komponenten wie zum Beispiel Turbokompressoren weltweit nur wenige Anbieter gibt, sind die Preise in diesem Gewerk besonders volatil. Aufgrund der langen Bestellzeiten sind die Quartalspreise für Maschinen und Apparate wenig aussagefähig. Im vergangenen Jahr pendelten diese zwischen -0,4 und einem Plus von 0,2 Prozent. Bei Maschinen und Apparate, für die die Lieferzeit zum Teil mehrere Jahre beträgt, lohnt sich ein Blick auf die Langzeitentwicklung. Wir haben dazu nun erstmals den Jahresdurchschnitt der vergangenen fünf Jahre berechnet und grafisch dargestellt.
Die Darstellung zeigt mehrere Zusammenhänge: Einerseits lassen sich darin sehr gut die Auswirkungen der Weltfinanz- und Wirtschaftskrise 2008/2009 erkennen, andererseits wird deutlich, dass in den vergangenen fünf  Jahren im Jahr 2011 der größte Preiszuwachs zu verzeichnen war. Außerdem bestätigt die Grafik die naheliegende Interpretation, dass die Preise für Long-Lead-Items den meisten anderen Gewerken vorauslaufen: Mess-, Steuer- und Regelungsgeräte werden in den Projekten deutlich später beauftragt. Dass der Einfluss der Anlagenbaukonjunktur bei diesem Gewerk deutlich geringer ist, als bei Maschinen und Apparaten liegt an der sehr viel breiteren Marktbasis für diese Anlagenkomponenten.
Der CT-Preisindex für Chemieanlagen wird vierteljährlich aktualisiert. In ihm werden nach einer von H. Kölbel und J. Schulze entwickelten Methode die Gewerke Apparate und Maschinen, Rohrleitungen und Armaturen, MSR-Einrichtungen, Isolierung und Anstrich, Elektrotechnische Ausrüstung sowie Bauteilkosten zu einem Index berechnet, dessen Basis das Jahr 2010 (=100) bildet. Aus der Gewichtung der Einzelgewerke resultiert ein Index für die Preisentwicklung von Chemieanlagen.
Die detaillierten Daten senden wir Ihnen per E-Mail gegen Rechnung gerne zu. Zahlende Abonnenten der CHEMIE TECHNIK erhalten den Preisindex kostenlos. Anfragen an: susanne.berger@huethig.de

Die aktuellen Entwicklungen im Anlagenbau werden von Experten auf dem  3. Engineering Summit  im Juli diskutiert werden. Infos unter www.engineering-summit.de

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