| von Armin Scheuermann, Redaktion
  • Strategieänderungen bei global tätigen Engineering-Unternehmen zeigen, dass die Veränderungsprozesse  im Anlagenbau deutlich an Fahrt gewonnen haben.
  • Während Abwicklungsspezialisten verstärkt strategische Partnerschaften mit ihren Auftraggebern eingehen, etablieren System- und Technologielieferanten Formen der Zusammenarbeit, durch welche die Fähigkeit zum Komplettangebot erreicht werden soll.
  • Die Trends und Herausforderungen sind Thema des 3. Engineering Summit (1.-2.7., Mannheim).
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Vor anderthalb Jahren wurde die Aussage, dass es in zehn bis 15 Jahren keinen bedeutenden deutschen Anlagenbau mehr geben wird, wenn die Anpassungsgeschwindigkeit der Anbieter nicht deutlich steigt, von vielen noch mit ungläubigem Kopfschütteln quittiert. Inzwischen zeigen allerdings einschneidende Strategieänderungen bei global tätigen Engineering-Unternehmen, dass die Veränderungsprozesse deutlich an Fahrt gewonnen haben. Stichworte wie lokale Beschaffung, lokales Engineering und lokale Services werden nicht mehr nur diskutiert, sondern von einigen deutschen E-, P- und C-Anbietern mit Macht vorangetrieben. Dem Trend zu immer größeren Projekten begegnet beispielsweise Thyssen Krupp mit der Bündelung seiner Anlagenbau-Aktivitäten in der neu gegründeten TK Industrial Solutions. Andere wiederum suchen ihr Heil in der Nische und versuchen die Wertschöpfung aus klassischem EPC um Services zu erweitern.
Und während Abwicklungsspezialisten wie Fluor verstärkt strategische Partnerschaften mit ihren Auftraggebern eingehen, etablieren sich bei mittelständischen System- und Technologielieferanten Formen der Zusammenarbeit, durch welche die Fähigkeit zum Komplettangebot erreicht werden soll. Vor allem für mittelständische System- und Anlagenbauanbieter ist diese Frage von elementarer Bedeutung. Daneben steht die Frage, welche Methoden und Herangehensweisen in der Welt Erfolg versprechen. Diesen Aspekten wird auf dem
3. Engineering Summit (1.-2. Juli in Mannheim) ein eigener Themenblock gewidmet: Aus Sicht von Auftraggebern und Lieferanten werden Best Practices im globalen Projektgeschäft vorgestellt. Aber auch strategische Wettbewerbsfaktoren wie Methoden zur Technologieführerschaft, Global
Sourcing und globales Engineering werden in diesem Zusammenhang diskutiert.
Eine besondere Stärke, die für deutsche Anlagenbau-Unternehmen überlebenswichtig ist, wird ebenfalls in einem eigenen Themenblock behandelt: die Frage, welchen Beitrag Modularisierung und Standardisierung sowie durchgängige Planungsstrukturen zur Produktivität im Anlagenbau leisten können.  Und schließlich wird es um die Frage gehen, wie Anlagenbauer ihr Geschäftsmodell um Services über den Lebenszyklus einer Anlage erweitern können und damit gleichzeitig Brückenköpfe für Engineeringgeschäft in den Regionen ihrer Kunden aufbauen können. Das detaillierte Programm zum 3. Engineering Summit finden Sie hier.

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