Bühne beim Engineering Summit 2018

Der Megatrend Dekarbonisierung bildet einen Schwerpunkt beim kommenden Engineering Summit. (Bild: Redaktion)

Der Anlagenbau hält den Schlüssel zur Dekarbonisierung der Wirtschaft in der Hand. Allerdings sind die Herausforderungen vielfältig: Einerseits nimmt das Thema mit CO2-Minderungsmaßnahmen, Wasserstoff- und Ammoniakerzeugung oder Einsatz von grünem Strom in den Prozessanlagen deutlich Fahrt auf. Andererseits bergen politische Themen wie die Akzeptanz von CCS oder die Pläne der EU für Kriterien zur Nachhaltigkeit in der Projektfinanzierung für Sprengstoff.

Auf dem Engineering Summit – dem Branchentreff des Anlagenbaus – wird sich das Thema wie ein roter Faden durch die am 1. und 2. Dezember in Darmstadt stattfindende Veranstaltung ziehen: Fünf hochkarätige Vorträge und zwei Podiumsdiskussionen greifen das Thema auf. Zunächst wird Jürgen Nowicki, CEO von Linde Engineering in der Keynote  Nachhaltigkeit und Klimaneutralität als Herausforderung und Chance für den Industrieanlagenbau den Rahmen aufspannen.

Trend zur Nachhaltigkeit verändert die Unternehmen im Anlagenbau

Laurenz Krause, Vice President Project Execution, Siemens Energy wird anschließend zeigen, welchen Beitrag der Kraftwerksbau zur globalen Energiewende leisten kann und wie der Wandel weg von fossilen Kraftwerken und hin zu erneuerbaren Energien das Projektgeschäft des Energieanlagenbaus verändert.

Dass das Thema aber auch die Zementindustrie verändert, erklärt am ersten Kongresstag Frank Ruoss, CSO, thyssenkrupp Industrial Solutions AG, BU Cement. Ruoss wird die Vision des Anlagenbauers für ein grünes Zementwerk vorstellen. Der Trend zur Nachhaltigkeit verändert aber auch den Chemieanlagenbau: „Grüne Rohstoffe im Industrieanlagenbau – neue Akteure, neue Regeln?“, lautet das Thema von Kay Radtke, Vice President Business Development Europe bei Worley. Der globale Engineeringkonzern erzielt bereits einen großen und weiter steigenden Anteil seines Aufttragseingangs mit Projekten zur Dekarbonisierung. Das hat Folgen für das Setup des Unternehmens.

Aber nicht nur der Anlagenbau ist betroffen, sondern auch auf Seiten der Betreiber sorgt die Dekarbonisierung der Wirtschaft für tiefgreifende Veränderungen – allen voran im Raffineriesektor. Frank Stargardt, Leiter Kontraktorenbetreuung und Dienste der PCK Raffinerie wird aufzeigen, wie Dekarbonisierung und E-Mobilität die Zukunft des Raffineriegeschäfts prägen werden.

Engineering Summit 2022 adressiert Dekarbonisierung

Logo Engineering Summit

Wie die Dekarbonisierung und der Trend zur Nachhaltigkeit den europäischen Anlagenbau verändern wird, ist Thema des kommenden Engineering Summit, der vom 20. bis 21. Juli 2022 in Darmstadt stattfinden wird. Unter dem Motto „Welcome to the new realities in plant engineering“ werden Führungskräfte aus dem europäischen Anlagenbau die aktuellen Entwicklungen der Branche diskutieren.

Im Zentrum steht die Frage, welche Chancen die globale Energietransformation für die Branche bietet. Denn klar ist: Ohne den verfahrenstechnischen Anlagenbau können Wasserstoff-Wirtschaft, Umstellung der Metallurgie-, Chemie- oder Zementindustrie auf grünen Strom und eine klimaneutrale Mobilität nicht gelingen. Gleichzeitig schaffen neue Verfahren und Prozesse enorme Chancen für technologie-getriebene Anlagenbau-Unternehmen, gleichzeitig allerdings auch enorme Herausforderungen im Hinblick auf eigene Investitionen zur Technologieentwicklung und Abwicklungskompetenz. Mehr Informationen unter www.engineering-summit.de

Wird die Finanzierung nicht-klimaneutraler Projekte unmöglich?

Doch wie Nachhaltig ist der aktuelle Trend hin zur Dekarbonisierung und wird Wasserstoff in naher Zukunft tatsächlich zu dem Mega-Thema werden, wie es derzeit in den Medien zu lesen ist? Diese Frage steht im Zentrum des Summit Talk: Dekarbonisierung und Wasserstoff - Hype oder realistische Chance für den europäischen Anlagenbau? Diskutiert wird diese Frage von Dr. Sami Pelkonen, CEO von Thyssenkrupp Industrial Solutions, Jürgen Nowicki, CEO Linde Engineering und Peter Müller-Baum von der Arbeitsgemeinschaft Power-to-X for Applications im VDMA.

Zündstoff bietet auch der zweite Summit Talk, der am Vormittag des 1. Dezembers stattfinden wird: Werden Politik und Finanzindustrie künftig die Realisierung von klassischen fossilen Anlagenbau-Projekten unmöglich machen? Diese Frage werden Dr. Daniel Chatterjee, Rolls-Royce Power Systems AG; Kerstin Heinrich, Kuka AG; Kristina Jeromin, stellv. Vorsitzende Sustainable Finance Beirat der Bundesregierung und ein Vertreter der Deutschen Bank diskutieren.

Mehr Informationen zum Engineering Summit sowie zur Anmeldung finden Sie hier.https://www.engineering-summit.de

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