Evonik hat die erste Anlage des PA-12-Projekts in Marl fertiggestellt. Bild: Evonik

Evonik hat die erste Anlage des PA-12-Projekts in Marl fertiggestellt. Bild: Evonik

| von Armin Scheuermann

Die Bauarbeiten für die bisher größte Investition des Spezialchemieunternehmens Evonik in Deutschland schreiten gut voran. Die erste Anlage wurde planmäßig Mitte Oktober fertiggestellt und wird derzeit in Betrieb genommen. Bis zum ersten Quartal 2021 werden weitere Anlagen folgen, die komplette Fertigstellung ist im ersten Halbjahr 2021 vorgesehen.

Marcus von Twistern, der das gesamte Projekt leitet, stellt fest: „Das Projektteam hat in den vergangenen Monaten unter den Bedingungen der SARS-CoV-2-Pandemie hervorragende Arbeit geleistet.“ Herausforderungen wie unterbrochene Lieferketten oder Einreisebeschränkungen für das Montagepersonal waren zu bewältigen. Von Twistern betont: „Wir haben immer Lösungen gefunden, so dass wir derzeit keine größeren Verzögerungen für die komplette Fertigstellung des Polyamid-12-Anlagenkomplexes erwarten.“ So sind die Arbeiten an den Beton- und Stahlstrukturen abgeschlossen, die meisten Aggregate bereits geliefert und eingebaut, die Verrohrung und die Elektroinstallationen sind im vollen Gang. Auch hat die zukünftige Betriebsmannschaft bereits mit dem Training der für sie neuen Arbeitsabläufe begonnen. 

Mit den im Chemiepark Marl in Nordrhein-Westfalen neben der dort bereits bestehenden Produktion entstehenden zusätzlichen Anlagen für Polyamid 12 und seine Vorstufen wird Evonik seine Gesamtkapazität des Polymers um mehr als 50 Prozent erhöhen. „Polyamid 12 ist für spezielle Anwendungen ein wichtiger Teil unseres strategischen Wachstums“, sagt Dr. Claus Rettig, Leiter der Division Smart Materials. „Mit dem neuen Anlagenkomplex festigen wir unsere Stellung als ein Marktführer für dieses Hochleistungspolymer.“ Polyamid 12 wird in attraktiven Wachstumsmärkten wie im Automobilbau, für Gasleitungen, im Sportbereich und im 3D-Druck eingesetzt.

 

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