Lanxess baut seine beiden in Brunsbüttel angesiedelten Produktionsbetriebe aus. (Bild: Lanxess)

Lanxess baut seine beiden in Brunsbüttel angesiedelten Produktionsbetriebe aus. (Bild: Lanxess)

| von Ansgar Kretschmer

„Mit dem Ausbau begleiten wir die dynamische Marktentwicklung bei unseren chemischen Zwischenprodukten“, erklärte Hubert Fink, Vorstandsmitglied von Lanxess, bei der offiziellen Einweihung des erweiterten Betriebs. „Die Investition ist zugleich ein klares Bekenntnis von Lanxess zum Standort Brunsbüttel.“

Das seit den 1980er Jahren in Brunsbüttel hergestellte Zwischenprodukt MEA wird zum größten Teil in der Agroindustrie als Vorprodukt für Herbizide verwendet. „Wir haben unsere langfristige Planung und die Erweiterung auf ein nachhaltiges Marktwachstum ausgerichtet“, sagt Dirk Van Meirvenne, Leiter des Geschäftsbereichs Advanced Industrial Intermediates. Das Produkt dient auch für die Herstellung von Farbstoffen. Es ist unter anderem Bestandteil des Lanxess-Farbstoffes Macrolex Blau 3R, der dafür sorgt, dass beispielsweise Wasserflaschen aus PET ihren bläulichen Farbton erhalten.

Erweiterung in beiden Betrieben

Auch in dem zweiten Brunsbütteler Betrieb des Konzerns werden derzeit die Kapazitäten zur Herstellung der Kautschukchemikalie TMQ (2,2,4-trimethyl-1,2-dihydroquinoline) erhöht. Durch Optimierungsmaßnahmen der Anlagen sollen bereits ab Ende 2018 zusätzliche Produktmengen für den weltweiten Markt zur Verfügung stehen. Lanxess vertreibt das Alterungsschutzmittel TMQ unter dem Handelsnamen Vulkanox HS. Es wird zur Herstellung von Reifen und stark beanspruchten technischen Gummiwaren eingesetzt. In seinen beiden Brunsbütteler Produktions-Betrieben beschäftigt der Chemiekonzern knapp 90 Mitarbeiter und stellt insgesamt rund 100.000 t/a Produkte her. (ak)

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